In Pfaffenhofen an der Ilm wird es am ersten Juliwochenende richtig bunt! Nach einer längeren Pause soll das dreitägige Marktfest, das früher die Stadt lebendig machte, wiederbelebt werden. Das erste Marktfestival, das den Namen „CoolTour“ trägt, findet an den Tagen 4. und 5. Juli statt. Es ist nicht nur ein Fest, sondern auch ein Versuch, die Festtradition aufzugreifen und die Gewerbeschau, die zuletzt im Jahr 2018 stattfand, neu zu beleben.

Der Verein Pfundig, unter der Leitung von Jens Hagg, dem Wirt vom Fiddler’s Green, und Alf Endres, dem Vorsitzenden des Gewerbeverbands, hat sich dieser Aufgabe angenommen. Am Samstag, dem ersten Tag des Festivals, präsentieren 26 lokale Firmen ihre Stände, die ab 14 Uhr geöffnet sind. Hier wird nicht nur informiert, sondern es gibt auch Live-Musik, kulinarische Köstlichkeiten und spannende Aktionen. Und am Samstagabend wird es richtig musikalisch vor dem Rathaus, wo zwei Bands auftreten – das hat Jens Hagg organisiert.

Ein Fest für die ganze Familie

Eine interessante Neuigkeit ist, dass ein ehemaliges Lidl-Lager als Veranstaltungsort genutzt wird. Das ist nicht nur praktisch, sondern wird auch als Vorteil für die Gewerbeschau angesehen. Ein weiteres Highlight: Am Samstagabend besteht die Möglichkeit für Public Viewing, falls die deutsche Fußballnationalmannschaft in ein WM-Achtelfinalspiel einzieht. Fußball und Fest – das passt einfach! Um die verschiedenen Veranstaltungsorte zu verbinden, gibt es einen Shuttle-Dienst in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Taxiunternehmen sowie ein Touristenbähnle aus Blaubeuren. Dieses Bähnle hat Platz für 54 Personen und fährt auf einem rund sechs Kilometer langen Rundkurs mit zehn Haltestellen.

Der zweite Tag des Festivals steht ganz im Zeichen der Familien. Der Vereinsring, bestehend aus 48 Mitgliedern, organisiert den „1. Pfaffenhofener Familientag“, der eine Begegnungsmeile für alle Generationen schaffen soll. Er beginnt mit einem Freiluftgottesdienst und bietet eine Vielzahl von Mitmachaktionen für die Kinder sowie kulinarische Genüsse. Es wird spannend, ob der Vereinsring plant, das Marktfest in Zukunft möglicherweise wieder auf drei Tage auszudehnen.

Traditionen und Bräuche in Deutschland

Solche Feste sind nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch Teil einer größeren kulturellen Tradition in Deutschland. Regionale Bräuche und Feste, die oft keltische und christliche Wurzeln haben, sind eine wichtige Facette des gesellschaftlichen Lebens. Viele dieser Feste feiern den Frühling oder die „Zwischenwelt“, und sie zeichnen sich durch Verkleidungen, Schmuck und geselliges Beisammensein aus.

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Ein Beispiel ist das Biikebrennen an der Nordsee, eine uralte Feuertradition, die in etwa 60 Orten am 21. Februar gefeiert wird. Alte Weihnachtsbäume werden aufgeschichtet und verbrannt – das ist nicht nur ein Spektakel, sondern auch Teil des immateriellen Kulturerbes. Auch die Fastnacht, besonders im Rheinland, wird mit lauten Umzügen und vielen bunten Kostümen gefeiert. Und wer kennt nicht die beeindruckenden Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz, die mit handbemalten Eierschalen geschmückt werden?

Das Marktfestival in Pfaffenhofen ist also nicht nur eine Rückkehr zu alten Traditionen, sondern auch ein lebendiger Ausdruck der Kultur und Gemeinschaft, die in Deutschland so wichtig sind. Wer sich für regionale Bräuche interessiert, findet in Deutschland eine bunte Vielfalt – vom Almabtrieb in den bayerischen Alpen bis hin zu den St. Martins-Umzügen, die viele Kinder mit ihren Laternen auf die Straßen bringen.

Wenn ihr am ersten Juliwochenende in der Nähe seid, schaut unbedingt vorbei – es wird ein Fest für die Sinne!

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