Heute, am 2. Mai 2026, erreichen uns aus dem benachbarten Deutschland alarmierende Nachrichten über mehrere Unfälle, die im Zusammenhang mit dem traditionellen Maibaumfest stehen. Insbesondere in der Region rund um Besigheim im Kreis Ludwigsburg, aber auch in Nordrhein-Westfalen, kam es zu gefährlichen Vorfällen, bei denen zahlreiche Menschen verletzt wurden. Diese Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Risiken, die beim Feiern von Brauchtum und Traditionen auftreten können.
Am Abend des 1. Mai, während die Feierlichkeiten noch in vollem Gange waren, kam es in Besigheim zu einem schweren Unfall. Eine Zugmaschine, die von drei betrunkenen jungen Männern im Alter von 22 bis 24 Jahren gelenkt wurde, kollidierte im Kreuzungsbereich mit einem Auto. An dem Gespann befanden sich zahlreiche Menschen, als der Maiwagen umstürzte. Insgesamt wurden vier Personen schwer und fünf leicht verletzt. Die Rettungskräfte, darunter zwei Rettungshubschrauber, waren schnell im Einsatz, während die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme bei den beteiligten Fahrern anordnete. Der Gesamtschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Es scheint, als ob der Alkoholkonsum eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hat, denn eine 59-jährige Autofahrerin war ebenfalls leicht angetrunken.
Weitere Unfälle mit Maibäumen
Doch nicht nur in Besigheim wurden Menschen von der Maibaum-Tradition überrascht. Im Landkreis Dillingen in Bayern musste ein 44-jähriger Mann um sein Leben fürchten, als er während eines Streits um einen Liebesmaibaum von einem Auto mitgeschleift wurde. Die Polizei ist auf der Suche nach den Tätern, die anscheinend mit einer Motorsäge unterwegs waren. Das klingt nach einem regelrechten Krimi, oder?
In Österreich kam es ebenfalls zu Vorfällen beim Maibaumaufstellen. In Seitenstetten, Niederösterreich, brach ein Maibaum und traf einen 16-jährigen Feuerwehrmann am Kopf, der daraufhin ins Krankenhaus geflogen werden musste. Die Feierlichkeiten wurden nach diesem Vorfall sofort abgesagt. In Tulbing, Bezirk Tulln, stürzte ein umgesägt Maibaum und verfehlte mehrere Personen nur knapp. Ein dramatisches Erlebnis für die Anwesenden! Eine 42-jährige Frau, die die Täter verfolgte, wurde beim Wegfahren des Fahrzeugs einige Meter mitgeschleift, blieb aber glücklicherweise unverletzt. Der Fahrer des Wagens war alkoholisiert und verlor seinen Führerschein – eine weitere bedenkliche Entwicklung in dieser Reihe von Unglücken.
Unfälle in Nordrhein-Westfalen
In Nordrhein-Westfalen ereignete sich ein ähnlicher Vorfall, als ein Maibaum beim Aufstellen in der Gemeinde Rheurdt umkippte und fünf Menschen verletzte. Diese Verletzten, darunter zwei Schwerverletzte, wurden umgehend medizinisch versorgt. Ein Rettungshubschrauber musste auch hier zum Einsatz kommen, doch glücklicherweise besteht keine Lebensgefahr. Auch in Saelhuysen, Kreis Kleve, fiel ein Maibaum auf eine Gruppe von Menschen und verletzte insgesamt fünf Personen im Alter von 35 bis 72 Jahren, wobei zwei von ihnen schwer verletzt wurden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und geht von einem Unglücksfall aus – der Grund für das Umkippen des Baumes bleibt bislang unklar.
Diese Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, bei feierlichen Traditionen wie dem Maibaumaufstellen auf Sicherheit zu achten. Es ist nicht nur eine Frage der Tradition, sondern auch des Schutzes der Menschen, die an diesen festlichen Aktivitäten teilnehmen. Solche Unfälle sollten uns alle nachdenklich stimmen und vielleicht dazu führen, dass wir beim Feiern ein bisschen mehr aufeinander aufpassen.