Heute ist der 31.05.2026 und in Rosenheim ist das Thema der Stunde die geplante Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen München und Rosenheim. Die Deutsche Bahn hat sich dazu entschlossen, die ursprünglich geplante 22-wöchige Komplettsperrung, die vom 21. Januar bis 23. Juni 2028 stattfinden sollte, zu überarbeiten. Stattdessen wird die Sanierung nun auf zwei Bauphasen in 2028 und 2031 verteilt. Dieser Schritt soll die Auswirkungen auf S-Bahn, Fernbahn und den internationalen Schienengüterverkehr minimieren. Ein kluger Schachzug, wie viele Experten meinen.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter zeigte sich erfreut über diese Planänderung. Die Strecke ist schließlich eine bedeutende Verbindung in Bayern, die von Regional- und Fernzügen sowie Güterzügen stark frequentiert wird. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen beginnen bereits im Herbst 2027, dann werden abschnittsweise Sperrungen der S-Bahn-Strecke notwendig sein. Die erste Sanierungsphase beginnt dann Mitte Februar und endet Mitte April 2028. In dieser Zeit werden die Fernbahngleise komplett gesperrt, alte Stellwerke ausgetauscht sowie Gleise und Weichen instand gesetzt. Überregionale Züge müssen umgeleitet werden, und für den Nahverkehr sind Ersatzbusse eingeplant.
Details zur zweiten Phase und Kritik
Die zweite Sanierungsphase ist für das erste Halbjahr 2031 vorgesehen und umfasst die Erneuerung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfen sowie die Ausrüstung mit ETCS. Die Details zu den Sperrungen und Umleitungen in 2031 sind allerdings noch nicht bekannt. Das sorgt für ein wenig Unruhe unter den Pendlern und den Unternehmen, die auf den Schienenverkehr angewiesen sind.
Der Verband Die Güterbahnen hat die neuen Pläne bereits kritisiert und sieht darin keine Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Vollsperrung. Laut dem Verband würden die beiden geplanten Sperrungen insgesamt 24 Wochen in Anspruch nehmen, was erhebliche Belastungen für die Wirtschaft und die Bahnunternehmen mit sich bringen könnte. Sie fordern eingleisige Baustellen und den Ausbau von Umleitungsstrecken, um die Auswirkungen auf den Güterverkehr zu verringern.
Lärmintensive Arbeiten und weitere Sanierungsprojekte
Zusätzlich zu den Planungen für die Strecke München-Rosenheim gibt es auch andere Baustellen in der Region, die für Anwohner nicht weniger herausfordernd sind. Zum Beispiel wird es vom 1. bis 7. Juni 2026 zwischen Nürnberg und Regensburg zu lärmintensiven Nachtarbeiten im Rahmen der Korridorsanierung kommen. Diese Arbeiten können den Alltag der Anwohner stark beeinträchtigen. Wer in der Nähe lebt, kann sich auf eine unruhige Nacht gefasst machen, denn Lärmbelastungen sind in solchen Phasen an der Tagesordnung.
Ein weiteres Projekt betrifft die Mariaorter Brücke, die bis zum 15. Juni 2026 gesperrt bleibt, während Brückenbalken, Schienen und Korrosionsschutzmaßnahmen erneuert werden. Die Deutsche Bahn hat auch angekündigt, dass es vorübergehende Ersatzhaltestellen geben wird, um die Reisenden während der Korridorsanierung der Strecke Obertraubling – Passau zu informieren. An den Bahnhöfen in Regensburg, Straubing und Passau wurden bereits Informationsstelen aufgestellt, um die Fahrgäste auf dem Laufenden zu halten.
Ein wenig Licht im Dunkeln: Die Sanierungsarbeiten zielen darauf ab, das Eisenbahnsystem insgesamt zu verbessern. Gleise, Weichen, Oberleitungen und Signaltechnik werden erneuert, was letztendlich zu einem besseren und sichereren Bahnverkehr führen soll. Die Planungen sind also nicht nur ein notwendiges Übel, sondern könnten auch langfristig für mehr Komfort und Sicherheit sorgen. Aber bis dahin – Geduld ist gefragt!
