Die Insel Vir in Kroatien, ein beliebtes Ziel für deutsche Urlauber, hat in diesem Sommer eine unerwartete Herausforderung. Berichten zufolge gibt es dort eine auffällige Zunahme von Zecken. Besonders in der Region Zadar, wo die Insel liegt, scheinen sich die kleinen Blutsauger geradezu explosionsartig auszubreiten. Ein Reporter des kroatischen Staatssenders HRT hatte während seiner Dreharbeiten gleich mehrfach das Vergnügen, Zecken von seiner Kleidung zu sammeln – kein Spaß, das kann ich euch sagen! Und wie es aussieht, bleibt das nicht nur den Einheimischen vorbehalten. Reisende aus Hessen berichteten sogar, dass sie nach ihrer Rückkehr aus Kroatien Zecken in ihren Autos entdeckt haben. Das kann schnell zur unangenehmen Überraschung werden.

Besonders betroffen ist die braune Hundezecke, die in der Region Zadar und auf der Insel Vir die Hauptverantwortung für die Zeckenproblematik trägt. Diese Art kann nicht nur unsere geliebten Haustiere, sondern in seltenen Fällen auch Menschen befallen. Ein Einheimischer erzählte von seinem Enkel, der bereits dreimal ärztliche Hilfe benötigte, um die kleinen Plagegeister entfernen zu lassen. Glücklicherweise blieben Infektionen bislang aus, aber das ist ein bisschen wie mit dem Feuer spielen, oder? Die Parasitendichte in den Wiesen und dem mediterranen Buschland ist momentan außergewöhnlich hoch. Das macht die Sache nicht gerade besser.

Schutzmaßnahmen für Urlauber

Was können Urlauber nun tun, um sich zu schützen? Die Experten empfehlen, nur auf breiten, freigeschnittenen Wegen zu gehen und hohes Gras sowie dichtes Unterholz zu meiden. Helle Kleidung kann helfen, die Zecken leichter zu erkennen – das klingt doch ganz sinnvoll! Vor Ausflügen ins Grüne sollte man großzügig Insektenschutzmittel auftragen. Und, ganz wichtig: Nach einem Aufenthalt im Freien den ganzen Körper sowie Haustiere gründlich absuchen. Bei fest sitzenden Zecken heißt es: sofort mit einer Zeckenzange entfernen und im Fall von Rötungen oder Fieber schneller zum Arzt als man „Zeckenplage“ sagen kann.

Die braune Hundezecke kann Rickettsien übertragen, die das Mittelmeer-Fleckfieber verursachen, mit Symptomen wie hohem Fieber und starken Kopf- und Gliederschmerzen. Das klingt echt nicht lustig und kann, im schlimmsten Fall, sogar zu bleibenden Nervenschäden oder Hirnhautentzündung führen. Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin warnt zudem vor weiteren Komplikationen wie Enzephalitis, Hepatosplenomegalie und Pneumonie. Ein weiterer Grund, warum man nicht nachlässig sein sollte.

Die klimatischen Bedingungen tragen zur Verbreitung der braunen Hundezecke bei. Hohe Temperaturen und trockene Witterung sind ideale Voraussetzungen für die kleinen Biester. Diese Zeckenart befällt überwiegend Hunde, gelegentlich auch Katzen und nur selten Menschen. Zwar ist das Risiko für Menschen nach einem Stich in der Regel gering, aber die Möglichkeit von lokalen Hautreaktionen bleibt. Für Hunde sieht die Sache schon anders aus: Sie können von der Zecke Erreger der Hundemalaria übertragen bekommen – das kann tödlich sein.

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Besondere Vorkommen und Risiken

In der Region Koprivnica im Landesinneren Kroatiens wurden in diesem Jahr bereits mehrere schwere Borreliose-Fälle gemeldet, darunter ein dreijähriges Kind. Das zeigt, wie ernst die Lage ist. Für Reisende, die nach Kroatien fahren, ist es also unerlässlich, sich über die Risiken und Schutzmaßnahmen zu informieren. Jeder sollte sich der Gefahren bewusst sein, bevor er den Urlaub in vollen Zügen genießen will.

In Deutschland ist eine andere Zeckengattung, die Hyalomma, auf dem Vormarsch. Diese Zeckenart ist in einigen Regionen Südosteuropas verbreitet und könnte durch Zugvögel nach Deutschland gelangen. Wissenschaftler schätzen, dass jährlich Millionen von Hyalomma-Larven oder -Nymphen mit Zugvögeln nach Deutschland gelangen, doch die adulte Form ist noch recht selten. Diese Zecken können das Krim-Kongo-Virus tragen, das beim Menschen das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber verursachen kann. Das Risiko bleibt jedoch begrenzt – das Virus ist in Deutschland bislang nicht weit verbreitet. Aber man sollte die Augen offen halten, denn die Natur überrascht immer wieder.

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