In Schwabach dreht sich alles um die Musik, und da ist Michael Spiecker ein ganz wichtiger Akteur. Bevor er seine Leidenschaft für die Violine entdeckte, studierte er zwei Jahre evangelische Theologie in München. Vielleicht hat ihm das ja bei der späteren Vermittlung von Musikpädagogik geholfen – eine interessante Kombination! Von 2001 bis 2007 studierte er Violine in Dresden und Birmingham (UK) und setzte danach seinen Weg mit einem Studium der Barockvioline in Leipzig fort. Man könnte sagen, sein musikalischer Lebenslauf ist schon ziemlich beeindruckend.

Seit 2015 ist Spiecker nicht nur als Musiker aktiv, sondern leitet auch Workshops und Kurse zur historischen Improvisation an renommierten Musikhochschulen wie Hannover, Weimar und Nürnberg. Seine Mission? Kinder aus allen sozialen Schichten mit musikpädagogischen Angeboten zu erreichen. Das ist ein Ziel, das in unserer heutigen Zeit wichtiger ist denn je! Spiecker entwickelte neue Unterrichtsformate in Zusammenarbeit mit Kitas und Grundschulen, um die Kleinsten für die Musik zu begeistern. Und nicht zu vergessen: Er gründete das Ensemble Les Matelots, spezialisiert auf historische Tanzmusik, und ist Mitbegründer des Ensembles Trio Zeitsprung, das thematische Konzertprogramme von Musik des 15. bis 21. Jahrhunderts gestaltet.

Ein Ort der historischen Klänge

Aber was wäre ein Musiker ohne die Möglichkeit, sein Können zu zeigen? Spiecker setzt seine Leidenschaft zur historischen Improvisation im Ensemble all’improvviso um, das improvisierte Musik der Stile des 16. bis 18. Jahrhunderts spielt. Und die Auftritte lassen nicht lange auf sich warten: Er erhielt Einladungen zu Festivals wie dem Bachfest Leipzig, den Händelfestspielen in Halle und dem Schützfest in Dresden. Diese Festivals sind nicht nur ein Schaufenster für talentierte Musiker, sondern auch eine Plattform, um das Publikum mit der historischen Aufführungspraxis zu begeistern.

In diesem Kontext ist es spannend zu sehen, wie die Ausbildung in der Barockvioline an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg aussieht. Der Studiengang umfasst ein vollzeitstudium über acht Semester, wobei die Studierenden auf eine Karriere in kirchenmusikalischen und musikpädagogischen Einrichtungen vorbereitet werden. Die Inhalte sind modular aufgebaut und bieten ein breites Spektrum von Fachdidaktik über Musiktheorie bis hin zu historischen Spieltechniken. Praktische Module sind ein fester Bestandteil, und die Möglichkeit zur individuellen Projektarbeit sorgt dafür, dass jeder Student seine eigene musikalische Stimme entwickeln kann. Das klingt nach einer tollen Vorbereitung für die Herausforderungen in der Welt der Musik!

Gemeinsam musizieren

Ähnlich wie Spiecker, der sich für die Förderung der historischen Aufführungspraxis einsetzt, haben Ingrid Rohrmoser und Christine Trinks 2019 ein Barockorchester an der Musikschule Spandau gegründet. Sie bringen Menschen aller Altersgruppen zusammen – von 9 bis 75 Jahren. Es ist einfach schön zu sehen, wie Musik Generationen verbindet! Die Besetzung des Orchesters umfasst eine Vielzahl von Instrumenten, darunter Streichinstrumente, Cembalo und sogar Barockfagott, und die wöchentlichen Proben sorgen für eine lebendige Gemeinschaft.

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Das Barockorchester hat sich das Ziel gesetzt, Musik von der Renaissance bis zur Klassik historisch informiert zu spielen. Durch die Arbeit an Spieltechnik und Artikulation schaffen die Musiker ein Klangerlebnis, das sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene zugänglich ist. Vivaldis Werke werden als Unterrichtsmaterial genutzt – eine kluge Wahl, denn sie sind nicht nur wunderschön, sondern auch lehrreich!

In einer Welt, die oft so hektisch ist, ist es einfach erfrischend zu sehen, wie die Menschen durch Musik zusammenkommen, sich gegenseitig inspirieren und voneinander lernen. Ob in Schwabach oder Spandau – die Leidenschaft für die Musik bleibt ungebrochen.