Es war ein ganz normaler Samstagabend, der 30. Mai, als ein unerwarteter Vorfall auf der A6 bei Schwabach die Verkehrssituation vorübergehend zum Stillstand brachte. Ein Fahrzeuggespann, das zwischen der Anschlussstelle Schwabach und der Anschlussstelle Roth in Richtung Amberg unterwegs war, verlor aus bislang ungeklärter Ursache seine Ladung. Was genau passierte? Der Anhänger geriet ins Schlingern und ließ eine Menge Schotter, etwa eine Tonne, auf die Fahrbahn fallen. Das Resultat war eine teilweise Sperrung der A6, was für die Autofahrer sicher nicht besonders erfreulich war.
Die Verkehrspolizei Feucht war schnell zur Stelle, um den Unfall aufzunehmen und die Situation zu klären. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, was in solchen Fällen oft das Wichtigste ist. Allerdings wurde der Schaden auf rund 10.000 Euro geschätzt, und mehrere Fahrzeuge wurden durch die Schotterteile beschädigt. Alle betroffenen Fahrzeuge blieben jedoch fahrbereit – das ist immerhin ein kleiner Trost in einer so chaotischen Lage. Die Beeinträchtigungen für den Verkehr hielten sich im Rahmen, was die Umstände ein wenig erträglicher machte. Für die genauen Ursachen des Vorfalls ermittelt die Polizei weiterhin.
Die Gefahren von unzureichender Ladungssicherung
Solche Vorfälle sind nicht nur ärgerlich, sie werfen auch ein Licht auf ein ernstes Problem: die Ladungssicherung. Statistiken des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass im Jahr 2020 in Deutschland 537 Unfälle mit Personenschaden und 1.004 Unfälle mit schwerwiegendem Sachschaden auf unzureichend gesicherte Ladung zurückzuführen waren. Das sind alarmierende Zahlen! Die Verantwortung für die korrekte Sicherung der Ladung beginnt dabei oft bei den Fahrzeughaltern, in der Regel also der Geschäftsführung. Diese muss dafür sorgen, dass die eingesetzten Fahrzeuge für die transportierte Ladung geeignet sind.
Die DGUV Vorschrift 70 „Fahrzeuge“ legt fest, dass das Fahrzeug die Ladung gegen Verrutschen, Verrollen und Umfallen sichern muss. Eine gute Transportplanung ist unerlässlich – der Lastverteilungsplan sollte bekannt und bei Bedarf auch selbst erstellt werden können. Und nicht zu vergessen: Die Sicherheitsbeauftragten in den Unternehmen haben eine Schlüsselrolle, indem sie für die Sensibilisierung der Mitarbeiter bezüglich Ladungssicherung sorgen. Wer einmal über die Risiken schlecht gesicherter Ladung nachdenkt, versteht schnell, dass es hier um weit mehr geht als nur um Zahlen und Vorschriften.
Im Fall des Schotterverlustes auf der A6 könnte man sich fragen, ob die verwendeten Zurrgurte und Sicherungsmittel ordnungsgemäß geprüft und in gutem Zustand waren. Schließlich ist die Sichtprüfung vor jeder Anwendung unerlässlich, und beschädigte Zurrgurte sollten umgehend ausgetauscht werden. Wenn wir über die verschiedenen Arten des Zurrens sprechen, ist es wichtig, die unterschiedlichen Methoden zu kennen: vom Formschluss über Diagonalzurren bis hin zu niederzurren – all das spielt eine Rolle, um solche Vorfälle zu vermeiden. Aber das ist ein ganz anderes Thema, das wir vielleicht ein anderes Mal vertiefen können.
Die Geschehnisse auf der A6 sind ein eindringlicher Reminder, dass im Straßenverkehr alles schnell gehen kann. Die Balance zwischen Verantwortung und Sicherheit ist entscheidend, und jeder Verkehrsteilnehmer sollte sich dessen bewusst sein. Wer denkt, es betrifft nur die anderen, könnte schnell selbst betroffen sein. Lasst uns also wachsam bleiben und die Sicherheitsstandards ernst nehmen!
Für weitere Informationen zu den Risiken und zur Ladungssicherung kann man sich an die DGUV wenden.
