In Schwandorf hat sich etwas ganz Besonderes entwickelt: Ein Projekt, das die Welt der Legosteine mit einem wichtigen sozialen Anliegen verbindet. Unter dem Dach des Vereins Lernende Region Schwandorf wurde das Projekt „Lego-Rampen“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Vorhabens ist es, Rampen aus Lego-Steinen zu bauen, die Barrieren für Menschen mit Behinderungen, insbesondere für Rollstuhlfahrer, überwinden helfen. Es ist einfach beeindruckend, wie kreative Ideen so viel Positives bewirken können!

Landrat Thomas Ebeling, der sich als Vorsitzender der Lernenden Region für Barrierefreiheit einsetzt, hat sich ebenfalls für dieses innovative Projekt stark gemacht. Die Mitarbeiter der Naab-Werkstätten haben kürzlich zwei Lego-Rampen für den Besprechungsraum „Blickpunkt“ im Landratsamt gefertigt. Diese Rampen wurden von Margit Gerber, der Geschäftsführerin der Naab-Werkstätten, und Bianka Vollath von der Lernenden Region sowie weiteren Vertretern der Werkstätten und Bauteams feierlich übergeben. Es ist schön zu sehen, wie Gemeinschaft und Kreativität Hand in Hand gehen!

Ein Aufruf zur Unterstützung

Finanziert wird das Projekt durch Spenden von ungenutzten Legosteinen, die Bürger aus dem Landkreis Schwandorf und Umgebung zur Verfügung stellen. Und hier kommt Ihr ins Spiel! Bianka Vollath hat einen Aufruf gestartet: Jeder, der noch alte Lego-Bausteine herumliegen hat, kann diese spenden. Kontaktmöglichkeiten gibt es viele – sei es telefonisch unter (0 94 31) 47 16 16 oder per E-Mail an bianka.vollath@lernreg.de. So wird ein weiterer Schritt in Richtung Barrierefreiheit ermöglicht!

Was viele vielleicht nicht wissen: Die Idee, Rampen aus Lego zu bauen, hat Wellen geschlagen, die weit über Schwandorf hinausreichen. Ein besonders inspirierendes Beispiel ist Rita Ebel, bekannt als die „Lego-Oma“, die seit sechs Jahren ähnliche Rampen baut. Sie hat in ihrem Wohnort Hanau über 100 Rampen erstellt und möchte so das Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum sichtbarer machen. Ihre Rampen sind nicht nur in ihrem Heimatort zu finden, sondern auch in verschiedenen Orten deutschlandweit und darüber hinaus.

Ein gesellschaftlicher Wandel

Rita Ebel, die selbst seit etwa 30 Jahren im Rollstuhl sitzt, nimmt ebenfalls gebrauchte Lego-Steine als Spenden an und hat Bauanleitungen in neun Sprachen erstellt. Ihre Arbeit sensibilisiert Menschen für das Thema Barrierefreiheit und zeigt, wie kreative Lösungen helfen können. Komischerweise scheint es, als ob diese bunten Rampen nicht nur Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren den Zugang erleichtern; sie bringen auch Nichtbehinderte zum Nachdenken. Ebel erhält Anfragen aus aller Welt, und ihre Inspiration hat sogar zu ähnlichen Projekten angeregt, wie dem von Marcel Asli in Memmingen.

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Die Rampen von Rita Ebel werden in vielen öffentlichen Räumen, wie Kinderhospizen und Geschäften, eingesetzt. Sie zeigt, dass man mit wenig Mitteln viel bewirken kann. Ihre Botschaft ist klar: Sie wird Rampen bauen, solange Steine gespendet werden. Und das ist eine Einstellung, die in unserer Gesellschaft einen echten Wandel bewirken kann. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese kreativen Projekte weiterentwickeln und welchen Einfluss sie auf das Leben von Menschen mit Behinderungen haben werden.

Mehr über das Schwandorfer Projekt und die inspirierenden Rampen von Rita Ebel kann man in einem Artikel von Mittelbayerische nachlesen und sich so selbst ein Bild von dieser bunten und wichtigen Initiative machen!

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