In der charmanten Stadt Schweinfurt, wo Tradition auf Innovation trifft, fand kürzlich ein ganz besonderer Vortrag statt. Die Firma Trench, bekannt für ihre Expertise im Bereich Hochspannungstechnik, präsentierte im Rahmen der VDE-Fachvortragsreihe an der THWS ein Thema, das sowohl technisch als auch ökologisch brisant ist: „Clean-Air-Isolation“. Es war eine spannende Veranstaltung, die nicht nur die Studierenden, sondern auch viele Hochschulangehörige und Unternehmensvertreter anzog.

Dr. Prucker, ein Vertreter von Trench, stellte den Standort Bamberg und die verschiedenen Geschäftsfelder des Unternehmens vor. Besonders im Fokus stand das Isolationsgas Schwefelhexafluorid (SF6), das als ideales Hochspannungsisoliergas gilt. Doch der Schein trügt: SF6 hat eine 24.300-fach höhere Klimawirkung als CO₂ und gehört damit zu den schädlichsten Treibhausgasen. Die neue EU-Richtlinie plant, SF6 schrittweise aus Hochspannungsanlagen zu verbannen. Ab 2032 wird die Inbetriebnahme entsprechender Anlagen schließlich gänzlich untersagt. Das klingt nach einer echten Herausforderung für die Industrie.

Umweltfreundliche Alternativen

Um dem Problem Herr zu werden, hat Trench bereits begonnen, Hochspannungs-Messwandler mit der „Clean Air Isolation“ zu entwickeln. Dabei handelt es sich um speziell aufbereitete Druckluft, die als umweltfreundliche Alternative zu SF6 dienen soll. Zwar hat diese „Clean Air“-Lösung eine geringere Spannungsfestigkeit, dennoch wurden im Vortrag umfassende Anpassungen der Komponenten und Geometrien von Hochspannungsanlagen erläutert. Dr. Prucker ließ die Zuhörer in die realen Entwicklungs- und Forschungsprozesse eintauchen und präsentierte spannende Beispiele für Untersuchungen und Berechnungen, die bei der Schaffung neuer Hochspannungsisolationssysteme entscheidend sind.

Nach dem Vortrag gab es einen kleinen Imbiss – eine hervorragende Gelegenheit für den persönlichen Austausch. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie solche Veranstaltungen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch eine Plattform für Networking und neue Ideen bieten. Ein herzlicher Dank geht an Frau Bold von der Firma Trench, die maßgeblich zur Organisation des Fachvortrags beigetragen hat.

Klimaschutz als gemeinsames Ziel

In Anbetracht der europäischen Klimaschutzpolitik wird deutlich, dass der Vortrag nicht in einem Vakuum stattfand. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern und umwelt- sowie klimaschädliche Aktivitäten zu reduzieren. Die Treibhausgasemissionen in der EU lagen 2020 bei etwa 3 Millionen Kilotonnen CO₂eq, wobei der Energiesektor, der Verkehr und die Industrie die Hauptverursacher sind. Durch die Anstrengungen der Mitgliedstaaten konnte das Ziel, die Treibhausgase um 20% gegenüber 1990 zu mindern, sogar übertroffen werden.

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Es wird spannend sein zu verfolgen, wie sich die Entwicklungen im Bereich der Hochspannungstechnik und die Fortschritte in der Klimapolitik gegenseitig beeinflussen. Es ist klar, dass die Herausforderungen groß sind, aber auch die Möglichkeiten, innovative Lösungen zu finden. In diesem Sinne bleibt der Vortrag von Trench ein ermutigendes Beispiel für den notwendigen Wandel in der Industrie.