Heute ist der 20.04.2026 und wir berichten über eine spannende Initiative in der Nachbargemeinde Gilching, Deutschland. Die offene Werkstatt im ehemaligen Raiffeisenbank-Gebäude an der Römerstraße 28 hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2022 zu einem wichtigen Anlaufpunkt für Heimwerker und Bastler entwickelt. Diese Werkstatt ist aus dem Repair-Café der evangelischen Kirche hervorgegangen und bietet auf rund 180 Quadratmetern nicht nur Platz für kreative Projekte, sondern auch verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung und zum Austausch.
Die Ausstattung der offenen Werkstatt ist beeindruckend. Hier finden sich Metall- und CNC-Fräsen, ein Computerraum, ein 3D-Drucker namens Lucatoni, ein Lasercutter mit dem Namen Rudi, Nähmaschinen, eine Stickmaschine sowie ein Fotocutter. Für die kleinen Bastler gibt es einen Juniorraum, der mit Kinderdrexelbänken ausgestattet ist. Der Verein hinter der Werkstatt fördert den Austausch von Wissen und Erfahrungen unter den Nutzern und schafft so eine lebendige Gemeinschaft.
Ein Kunstwerk für mehr Sichtbarkeit
Ein besonderes Highlight der offenen Werkstatt ist das Kunstwerk, das Graffitikünstler Lando alias Melander Holzapfel an der Fassade geschaffen hat. Der auffällige Schriftzug „Teilen – Lernen – Schaffen“ macht die Werkstatt nicht nur sichtbarer, sondern steht auch symbolisch für die Werte, die hier gelebt werden. Die Raiffeisenbank plant zwar langfristig, das Gebäude selbst zu nutzen, doch die Werkstatt darf bis dahin bleiben.
Die Werkstatt hat montags von 18 bis 21 Uhr und donnerstags von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Walter Schaefer von der VR-Bank, der selbst Mitglied der Werkstatt ist, hat dort Schweißen und Drehen gelernt. Dies zeigt, wie wichtig solche Orte für die persönliche und berufliche Entwicklung sein können. Der Verein sucht jedoch bereits nach neuen, zentralen und günstigen Räumlichkeiten für die Zukunft, um weiterhin eine Plattform für kreative Köpfe zu bieten.
Ein Netzwerk für Maker
Die offene Werkstatt in Gilching ist Teil eines größeren Trends im deutschsprachigen Raum, wo über 500 Orte für Maker-Treffen existieren. Diese reichen von Makerspaces über FabLabs bis hin zu Hack(er)spaces und weiteren offenen Werkstätten. Solche Initiativen fördern nicht nur das handwerkliche Können, sondern auch den sozialen Austausch und das Netzwerken unter Gleichgesinnten. Für Interessierte besteht die Möglichkeit, sich auf einer Karte für lokale Maker-Communities eintragen zu lassen, was auch den Zugang zu Veranstaltungen wie der Maker Faire Hannover erleichtert.
Für alle, die sich in der Maker-Szene engagieren möchten, gibt es zudem ein kostenloses Abo des deutschsprachigen Make-Magazins bei Eintragung auf der Makerspace-Karte sowie einen Newsletter mit Neuigkeiten und Terminen. Die Daten werden dabei selbstverständlich nur für den angegebenen Zweck genutzt und nicht an Dritte weitergegeben.
Die offene Werkstatt in Gilching ist somit nicht nur ein Ort der Kreativität, sondern auch ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Maker-Kultur, die weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus wirkt. Mehr Informationen dazu finden Sie in einem ausführlichen Bericht auf Merkur.