200. Todestag von Joseph von Fraunhofer in Straubing gefeiert
In Straubing wird derzeit ein ganz besonderes Ereignis gefeiert – der 200. Todestag von Joseph von Fraunhofer. Die Staatliche Berufsschule I hat anlässlich dieses Jubiläums ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt. Am vergangenen Freitag wurde ein nachgebautes Fraunhofersches Penta-Prisma im Eingangsbereich der Schule aufgestellt, und das hat nicht nur die Schüler begeistert. Diese beeindruckende Betonskulptur wurde von Fachoberlehrer Klaus Scherer initiiert und zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Bauabteilung gefertigt. Viele der Beteiligten präsentierten das Werk in traditioneller Zunftkleidung – ein schöner Anblick! Die Skulptur selbst besteht aus Recycling-Beton, was perfekt zum Konzept der Schule als Umweltschule passt.
Das Penta-Prisma ist ein optisches Meisterwerk mit fünf Seiten, das es versteht, Lichtstrahlen um genau 90° zu lenken, ohne sie zu spiegeln oder zu verdrehen. Besonders praktisch ist es in Geräten, die eine präzise Lichtlenkung erfordern, wie etwa in Spiegelreflexkameras, wo es dafür sorgt, dass das Bild im Sucher aufrecht und seitenrichtig erscheint. Übrigens, das Gewicht des Prismas beträgt etwa eine Tonne! Materialien für die Herstellung wurden von regionalen Unternehmen gespendet – ein weiterer Pluspunkt für die Gemeinschaft.
Ein Stück Geschichte
Joseph von Fraunhofer, der am 6. März 1787 in Straubing geboren wurde, war ein wahres Genie. Er war das elfte Kind eines Glasermeisters und ein Autodidakt, der sich das Wissen über Optik selbst aneignete. Seine Neugier führte ihn dazu, ein Unternehmen für optische Geräte aufzubauen, das schnell in ganz Europa führend wurde. In der Glashütte im Kloster Benediktbeuren verbesserte er die Produktion optischer Linsen und schuf damit eine Qualität, die ihresgleichen suchte. Dank seiner Innovationen konnten Fernrohre mit einer bisher unvorstellbaren Vergrößerung gebaut werden.
Seine Erfindungen sind bis heute von Bedeutung. Die Fraunhofer-Gesellschaft, die nach ihm benannt wurde, betreibt über 80 Forschungseinrichtungen in Deutschland und beschäftigt mehr als 18.000 Menschen. Sie ist die größte Organisation für angewandte Forschung und Entwicklung in Europa. Am 25. September 2026 wird das Penta-Prisma für die Öffentlichkeit zugänglich sein. An diesem Tag öffnet die Berufsschule I ihre generalsanierten Werkstätten für Fahrrad-, Motorrad- und Elektrotechnik – ein weiteres Highlight des Jubiläums!
Es ist einfach beeindruckend, wie die Vergangenheit in die Gegenwart strahlt, und das ganz konkret – durch das Penta-Prisma. Man kann nur hoffen, dass viele Besucher die Möglichkeit nutzen, das Werk zu besichtigen und sich von Fraunhofers Erbe inspirieren zu lassen. Diese Feierlichkeiten sind nicht nur eine Hommage an einen großen Wissenschaftler, sondern auch eine Feier der Gemeinschaft und der Zusammenarbeit – und das ist wirklich etwas, das man unterstützen sollte!
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