Erlöserkirche in Tirschenreuth feierlich wiedereröffnet: Ein Ort für Gemeinschaft und Inklusion
In Tirschenreuth gibt es Grund zur Freude! Nach sieben Jahren intensiver Umbau- und Planungsphase wurde die Erlöserkirche nun feierlich wiedereröffnet. Am 19. Juli 2026 fand die offizielle Einweihung statt, geleitet von Regionalbischof Klaus Stiegler. Der neue Kirchenraum, der mit einem modernen und einladenden Gemeindezentrum kombiniert wurde, bietet Platz für eine Vielzahl von Aktivitäten.
Das Herzstück bildet ein großzügiges Foyer, das den Kirchenraum mit einem großen Gemeindesaal verbindet. Hier können nicht nur Gottesdienste gefeiert werden, sondern auch Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge stattfinden. Pfarrer Andreas Kraft betont, dass die Absicht besteht, eine inklusive und einladende Kirche für alle zu schaffen. Ein barrierefreier Eingangsbereich sowie rollstuhlgerechte Zugänge zu den Innenräumen und dem Innenhof wurden geschaffen. Das ist besonders wichtig, denn die Inklusion aller Menschen ist auch ein zentrales Anliegen der evangelischen Gemeinde.
Ein neuer Raum für Begegnungen
Die Umbaukosten von 1,5 Millionen Euro wurden durch eine Erbschaft, die Aktion Mensch, Zuschüsse der bayerischen evangelischen Landeskirche und die Stadt Tirschenreuth finanziert. Der Grundstein für diese Transformation wurde bereits 2019 von Pfarrerin Stefanie Schön gelegt. Der Umbau zielt darauf ab, den Charakter des sakralen Raumes zu bewahren, während gleichzeitig ein modernes Gemeindezentrum mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten entsteht.
Im Kirchenraum wurden 180 neue Stühle aufgestellt – die alten Bänke sind Geschichte! Die flexible Gestaltung ermöglicht eine bessere Nutzung des Platzes für verschiedene Veranstaltungen. Die Kirchengemeinde hat die Aktion „Schenken Sie Stuhlpatenschaften“ ins Leben gerufen, um die neuen Stühle zu finanzieren. Bereits 40 Stuhlpaten haben sich gefunden, aber es gibt noch Bedarf.
Einblick in die Zukunft
Die Vision für die Erlöserkirche umfasst offene Türen und einladende Räume, die für alle zugänglich sind. Die Bauarbeiten sollen mit einem energetischen Konzept einhergehen, das nicht nur den Kirchenraum, sondern auch den Kindergarten und das Pfarrhaus mit einer neuen Heizzentrale und einem Pelletofen versorgt. Ein modernes Kreuz, das das alte Holzkreuz ersetzen wird, ist ebenfalls in Planung. Ein Vorschlag einer Münchner Künstlerin soll bis Oktober vorliegen.
Mit dieser Umgestaltung wird nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein gesellschaftliches Zeichen gesetzt. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland 2009 ratifiziert hat, verpflichtet zur Teilhabe aller Menschen, auch im kirchlichen Raum. Inklusion geht über bauliche Barrierefreiheit hinaus; sie umfasst auch verständliche Sprache und die Schaffung einer einladenden Atmosphäre für Menschen mit verschiedenen Bedürfnissen. Die Erlöserkirche möchte diesen Ansprüchen gerecht werden und ein Ort der Begegnung für alle Generationen und Gruppen sein.
Die neue Erlöserkirche in Tirschenreuth ist mehr als nur ein Gebäude – sie ist ein Raum für Gemeinschaft, Kultur und Spiritualität. Sie wird ein Ort sein, an dem Menschen zusammenkommen, lernen und sich austauschen können. Das klingt vielversprechend, oder? Wer weiß, vielleicht wird die Erlöserkirche zu einem echten Zentrum des Lebens in Tirschenreuth.
Für mehr Informationen über die Erlöserkirche und ihre Angebote besuchen Sie die Seite Sonntagsblatt.
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