In der Gesundheitsregion Unterallgäu-Memmingen fand kürzlich eine wichtige Veranstaltung statt, die dem Ziel diente, eine umfassende Präventionsstrategie zu entwickeln. Organisiert im Landratsamt Unterallgäu, versammelten sich rund 60 Vertreter aus verschiedenen Bereichen, darunter Gesundheitsförderung, Pflege, Bildung sowie Politik, um gemeinsam an diesem wichtigen Thema zu arbeiten. Eingeladen wurden sie von Landrat Alex Eder und Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, die damit ein starkes Zeichen für die Gesundheitspolitik in der Region setzten.
Die Veranstaltung war nicht nur ein weiteres Treffen, sondern ein interaktiver Austausch, der an fünf Thementischen stattfand. Hier wurden Aspekte wie „Gut ins Leben starten“, „Gesund aufwachsen“ und „Gesund alt werden“ diskutiert. Auch die Herausforderungen, die vor allem vulnerable und schwer erreichbare Zielgruppen betreffen, standen im Fokus. Ziel war es, erste Visionen und konkrete Ansätze für eine vernetzte Präventionsstrategie zu entwickeln. Und das ist nicht einfach nur ein leeres Versprechen: Es gibt bereits Pläne, die Arbeit in kleineren Gruppen bis 2026 fortzusetzen, um die Ergebnisse zu vertiefen und konkrete Ziele zu formulieren.
Nachhaltige Präventionsstrategien
Die Grundlage für die angestrebte Strategie bildet der „Masterplan Prävention“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. Nicola Galm von der Gesundheitsregionplus lieferte einen Überblick über die bisherigen Erfolge im Bereich Gesundheitsförderung. Die gesetzliche Verankerung der Gesundheitsregionenplus in Bayern eröffnet neue Möglichkeiten für langfristige Planungen. Es wird deutlich, dass hier viel Engagement und Weitblick gefragt ist, um die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern.
Andrea Wolff von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit stellte zudem die Bedeutung der Einbindung aller relevanten Akteure heraus. Schließlich sind es die Menschen vor Ort, die am besten wissen, was benötigt wird. Anna Westbrock präsentierte die Ergebnisse einer regionalen Bedarfs- und Bestandsanalyse, die einige wichtige Ansatzpunkte aufzeigte. Es geht nicht nur um allgemeine Maßnahmen, sondern auch um zielgruppenspezifische Strategien, die beispielsweise Sichtbarkeit und Gesundheitskompetenz fördern sollen.
Ein Blick auf die bayerische Gesundheitspolitik
Die bayerische Gesundheitspolitik verfolgt das klare Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Dabei zeigt sich, dass die lokalen gesundheitlichen und pflegerischen Versorgungsstrukturen sowie Präventionsangebote in Bayern sehr unterschiedlich sind. Das heißt, es gibt keinen „One-Size-Fits-All“-Ansatz. Vielmehr können die Akteure vor Ort die Lage am besten beurteilen und passgenaue Maßnahmen entwickeln. Die Gesundheitsregionenplus setzen sich genau dafür ein: für eine verbesserte regionale Gesundheitsvorsorge, -versorgung und Pflege, indem sie die maßgeblichen Akteure vor Ort vernetzen.
Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Versorgung mit Haus- und Fachärzten, Patienteninformationen und der Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Auch die Gewinnung von Pflegekräften und die Bewegungsförderung spielen eine zentrale Rolle. Hier sind die Gesundheitsregionenplus gefordert, die Themen zu bearbeiten, die sich je nach lokalen Gegebenheiten unterschiedlich gestalten können. Die Veranstaltung in Unterallgäu-Memmingen war ein Schritt in die richtige Richtung – und die nächsten Schritte werden mit Spannung erwartet!