Heute ist der 16.06.2026, und in Wunsiedel im Fichtelgebirge bricht ein ganz besonderes Wochenende an. Das Brunnenfest, das seit 2016 zum Immateriellen Kulturerbe zählt, zieht nicht nur die Einheimischen, sondern auch zahlreiche Besucher an. Ein wahres Spektakel, das die Stadt in ein blühendes Farbenmeer verwandelt. Über 30 Brunnen in der Innenstadt werden von engagierten Brunnengemeinschaften geschmückt – tausende Blumen und kreative Arrangements sorgen dafür, dass die Brunnen zu regelrechten Blickfängen werden.

Erster Bürgermeister Nicolas Lahovnik hat gemeinsam mit Akteuren aus dem Rathaus und Forstbetrieben ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Am Samstag um 19 Uhr wird das Fest auf dem Marktplatz feierlich eröffnet. Zuvor findet bereits um 14 Uhr ein Kaffeeklatsch der Partnerschaftsvereine im katholischen Gemeindehaus statt. Die Vorfreude ist greifbar, denn die Musikveranstaltungen in der Innenstadt versprechen eine wunderbare Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Tradition trifft auf Unterhaltung

Ein ganz besonderer Schatz ist der Gabelmannsbrunnen, der als Jubiläumsbrunnen gilt und eine Geschichte bis ins Mittelalter zurückträgt. Er wurde 1429 erstmals erwähnt und die Neptunfigur, die sich dort befindet, stammt aus der Barockzeit. Nach dem Stadtbrand von 1834 wurde der Brunnen an seinen heutigen Standort versetzt – und er ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch ein Teil der Identität von Wunsiedel.

Am Sonntag gibt es für Jung und Alt einiges zu entdecken: Ein Bücher- und Kindersachenflohmarkt, Stadtrundfahrten, die „Offene Kirche“ in St. Veit sowie Sonderausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum stehen auf dem Programm. Von 13 bis 14 Uhr können sich die Fans der Luisenburg-Festspiele auf eine Autogrammstunde mit Hauptakteuren der Produktion „Meister Eder und sein Pumuckl“ am Koppetentorbrunnen freuen. Und nicht zu vergessen, der Tag der Partnerstädte, der ab 14 Uhr auf dem Marktplatz gefeiert wird.

Immaterielles Kulturerbe in Deutschland

Das Brunnenfest ist nicht nur ein Fest der Blumen und Musik, sondern auch ein Zeichen der kulturellen Vielfalt. Deutschland hat im Rahmen der Kulturministerkonferenz der Länder und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien insgesamt fünf Traditionen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Dazu zählen unter anderem die Bolzplatzkultur und die Schaustellerkultur auf Volksfesten. Mit diesen Einträgen wird die Bedeutung der Weitergabe von Traditionen im Alltag unterstrichen. In Deutschland gibt es mittlerweile 173 kulturelle Ausdrucksformen, die anerkannt sind.

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Die Kulturstaatsministerin hebt hervor, wie wichtig das Immaterielle Kulturerbe für das kulturelle Selbstverständnis der Menschen ist. Das Brunnenfest in Wunsiedel ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie lebendige Traditionen in unserer Gesellschaft weitergegeben werden können. Wenn man durch die Straßen schlendert, die Klänge der Musikgruppen hört und die blühenden Brunnen bewundert, spürt man die Wandlungsfähigkeit und Lebendigkeit dieser kulturellen Ausdrucksformen.

Der Nightliner-Service des Landkreises Wunsiedel sorgt dafür, dass die Besucher sicher zurück nach Hause kommen können. So steht dem unbeschwerten Feiern nichts im Wege. Wer mehr über das detaillierte Programm erfahren möchte, findet auf der Internetseite der Stadt Wunsiedel umfassende Informationen. Ein Fest, das man nicht verpassen sollte!

Weitere Informationen sind auch in diesem Artikel zu finden.

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