In Berlin-Spandau hat sich das Jahr 2022 in Sachen Fahrraddiebstahl als recht interessant herausgestellt. Knapp 500 Fahrräder wurden dort als gestohlen gemeldet, was im Vergleich zu anderen Bezirken in der Hauptstadt tatsächlich eine eher niedrige Zahl darstellt. Diese Information stammt von der Polizei und wurde auf Anfrage der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus veröffentlicht. Zum Vergleich: Im benachbarten Charlottenburg-Wilmersdorf waren es beinahe 2000 und in Berlin-Mitte sogar ganze 4000 Fahrräder, die ihren Besitzern abhanden kamen. Spandau hat also die Nase vorn, wenn es um die Sicherheit der Drahtesel geht! [Quelle]
Dennoch gibt es einige Hotspots, an denen sich Diebe besonders gerne bedienen. Die fünf gefährlichsten Orte in Spandau sind dabei die Altstadt mit 75 Diebstählen, der Bahnhof Spandau (58), die Region Siemensdamm (34), die Gartenfelder Straße in Haselhorst (29) und schließlich Neustadt an der Kurstraße (18). Man könnte sagen, diese Orte sind wie ein Magnet für Fahrraddiebe. Die Altstadt ist besonders lebhaft, während der Bahnhof Spandau ein zentraler Verkehrsknotenpunkt ist. Hier tummeln sich viele Pendler, was es Dieben leicht macht, unbemerkt zuzuschlagen. [Quelle]
Baustellen und neue Pläne
Ein weiteres Problem ist der Bau eines Fahrradparkhauses am Bahnhof Spandau, der ins Stocken geraten ist. Die Deutsche Bahn benötigt das Grundstück für eigene Projekte, und so stapeln sich unter freiem Himmel Hunderte Fahrräder, oft unzureichend gesichert. Das sind Bilder, die man nicht sehen möchte! Immer wieder gibt es Beschwerden über die chaotischen Zustände am Bahnhof. Die gute Nachricht ist, dass neue Pläne für sichere Stellplätze im Bezirk angekündigt wurden. Details sind allerdings noch nicht vollständig bekannt, doch die Hoffnung auf bessere Bedingungen ist da.
Die Polizei hat zudem einige präventive Tipps für Radfahrer parat. Hochwertige Schlösser, Alarm- und GPS-Systeme können den Dieben einen Strich durch die Rechnung machen. Auch das Abstellen an gut beleuchteten Orten wird empfohlen. Noch besser: Die Registrierung des Fahrrads bei der Polizei kann die Chancen erhöhen, das Rad im Falle eines Diebstahls wiederzubekommen. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte vielleicht zwei verschiedene Schlosstypen verwenden – ein kleiner Aufwand, der sich lohnen kann.
Versicherungsschutz für Radfahrer
Ein weiterer Punkt, den Radfahrer in Betracht ziehen sollten, ist der Abschluss einer speziellen Fahrrad- oder E-Bike-Versicherung. Diese bietet einen umfassenderen Schutz als eine herkömmliche Hausratversicherung. Die Entschädigung nach einem Diebstahl kann höher ausfallen, und viele Versicherungen bieten deutlich höhere Versicherungssummen. Das ist besonders wichtig für Besitzer hochwertiger Fahrräder oder E-Bikes. Die Wahl zwischen Neuwert- und Zeitwertversicherung ist dabei entscheidend: Der Neuwert erstattet den Betrag für ein gleichwertiges neues Rad, während der Zeitwert den Wert zum Zeitpunkt des Diebstahls berücksichtigt, der oft geringer ist. [Quelle]
Radfahren in Berlin bleibt dennoch ein beliebtes Vergnügen, trotz der Herausforderungen. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder für die Freizeit – das Fahrrad ist für viele nicht wegzudenken. Man muss nur etwas aufpassen und sich rechtzeitig absichern. Und vielleicht, ganz vielleicht, wird der Bezirk Spandau bald ein noch sichererer Ort für Fahrradliebhaber.