Emirates kämpft um direkten Flug nach Berlin
In der pulsierenden Hauptstadt Berlin tut sich was – und zwar rund um den Flughafen BER. Tim Clark, Präsident von Emirates, hat sich mit einem klaren Ziel im Gepäck nach Berlin begeben. Im eleganten Hotel Adlon sprach er darüber, wie entschlossen Emirates ist, eine direkte Verbindung nach Berlin aufzubauen. „Die Unterstützung der Bundesregierung spüren wir“, erklärte Clark mit einem Lächeln. Das klingt spannend, oder? Schließlich ist die Luftverkehrsanbindung Berlins alles andere als berauschend. Burkhard Kieker, Geschäftsführer von Visit Berlin, macht darauf aufmerksam, dass die Stadt im Vergleich zu Metropolen wie London oder New York mit einer mageren Anzahl an Langstreckenflügen dasteht.
Die Zahlen sind eindeutig: Vor der Pandemie zählte Berlin 35,6 Millionen Fluggäste, aber im Jahr 2022 waren es nur noch 26 Millionen. Klar, dass der Tourismus leidet. Kieker, der bald in den Ruhestand geht, hat die Situation im Blick und warnt, dass der Krieg im Nahen Osten die Sache nicht einfacher macht. Von der Nachfrage nach Nonstop-Verbindungen nach Asien und Nordamerika ganz zu schweigen. Der SPD-Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg hat festgestellt, dass viele Reisende, die nach Berlin fliegen, umsteigen müssen. Das ist nicht gerade das, was man sich wünscht, wenn man in die Hauptstadt reisen möchte!
Der Kampf um die Landerechte
Die Diskussion um die Langstreckenflüge wird immer hitziger. Emirates hat sich seit Jahren bemüht, endlich auch Berlin direkt anzufliegen. Aktuell bedient die Fluggesellschaft nur Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg. Das lässt sich nicht leugnen: Lufthansa, die deutsche Fluggesellschaft, verteidigt den Luftraum wie ein Löwe und sieht andere Airlines eher als Bedrohung denn als Partner. Besonders die Landesregierungen von Bayern und Hessen setzen sich für den Schutz ihrer Flughäfen ein.
Die Situation am BER ist alles andere als rosig. Der Flughafen hat bislang nur acht Langstreckenziele, darunter New York und Peking. Und es sind nicht gerade viele. Kieker spricht von der kritischen Lage des Tourismus und der Wirtschaft in Berlin. „Wir brauchen dringend bessere internationale Anbindungen“, betont der Regierende Bürgermeister Kai Wegner. Er sieht die wirtschaftliche Bedeutung eines leistungsfähigen Flughafens für Ostdeutschland. Das ist nicht nur ein leeres Wortspiel – es ist eine Notwendigkeit!
Die Zukunft des BER
Und während all diese Diskussionen toben, wird auch an der Weiterentwicklung des BER gearbeitet. Der Masterplan sieht vor, die Infrastruktur des Flughafens zu verbessern und die Flughafen-City zu einem urbanen Ort zu entwickeln, der weit über den Terminal hinausreicht. Man möchte vernetzte Mobilität und wirtschaftliche Stabilität schaffen – klingt gut, oder? Dabei wird auch der Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung gelegt. Die Zukunft des Flughafens könnte also durchaus vielversprechend sein.
Die Hoffnung ist groß, dass Emirates bald die Landerechte für den BER erhält. Schätzungen zufolge könnten rund 140.000 Fluggäste pro Jahr die neue Verbindung nutzen, um Dubai als Drehkreuz zu verwenden. Das wäre ein echter Gewinn für die Hauptstadt – sowohl wirtschaftlich als auch touristisch. Doch bis es soweit ist, bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und den Emiraten entwickeln. Die Luftfahrtwelt schaut gespannt nach Berlin. Schließlich könnte eine gute Anbindung nicht nur den Tourismus ankurbeln, sondern auch das allgemeine Image der Stadt im internationalen Vergleich aufpolieren.
Mehr Informationen zu den aktuellen Entwicklungen rund um den Flughafen und die Luftfahrt in Berlin finden Sie in dem Artikel der Berliner Zeitung sowie in einem weiteren Bericht des Berliner Kuriers.
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