Heute ist der 28.04.2026. In der Hauptstadt-Region Berlin-Brandenburg steht ein bedeutender Fahrplanwechsel bevor. Am 13. Dezember 2026 wird sich einiges für Pendler und Reisende ändern. Thomas Dill, der Leiter des Center für Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement beim VBB, hat bereits spannende Einblicke in die bevorstehenden Änderungen gegeben. Ein neuer Bahnhof am Tesla-Werk soll im August 2026 eröffnet werden, was die Anbindung der Region erheblich verbessern dürfte. Auch der neue Bahnhof Fangschleuse wird im gleichen Monat in Betrieb genommen.
Für die Linie RE1 wird es erfreuliche Neuigkeiten geben: Ab Mitte Dezember 2026 verkehren dort achtteilige Züge mit 800 Plätzen zwischen Brandenburg, Potsdam, Berlin und Frankfurt (Oder). Das wird die Kapazität deutlich erhöhen und den Pendlern mehr Komfort bieten. Allerdings bleibt die Teillinie nach Magdeburg wegen zu kurzer Bahnsteige bei den sechsteiligen Zügen mit 637 Plätzen. Die Bahnsteigverlängerungen in Brandenburg, die für eine Verbesserung der Situation sorgen sollten, verzögern sich leider bis 2029 oder 2032.
Weitere Veränderungen im Regionalverkehr
Eine direkte Verbindung zwischen Schwedt/Oder und Berlin wird eingestellt; Reisende müssen in Angermünde umsteigen. Doch nicht alles ist negativ: Die RE3-Verbindung nach Prenzlau, Pasewalk, Anklam, Züssow, Greifswald und Stralsund wird auf Stundentakt verdichtet, was die Erreichbarkeit dieser Städte verbessert. Auch die RE3 zwischen Jüterbog und Lutherstadt Wittenberg wird von einem Zweistunden- auf einen Stundentakt aufgestockt. Ab Dezember 2026 wird die RE4 stündlich nach Stendal fahren und zusammen mit der RE5 drei Züge pro Stunde nach Ludwigsfelde anbieten.
Zusätzlich wird die RB93 auf sieben Zugpaare ausgeweitet und bietet nun eine Verbindung nach Wrocław (Breslau). Eine weitere erfreuliche Nachricht ist, dass ab dem 13. Dezember 2026 wieder eine Direktverbindung zwischen Gesundbrunnen und dem Flughafen BER besteht. Währenddessen wird es von Oktober 2026 bis Dezember 2027 Schienenersatzverkehr nach Rathenow aufgrund von Bauarbeiten geben.
Öffentliche Verkehrsmittel im VBB
Die Veränderungen betreffen nicht nur die Bahn, sondern auch das Angebot der verschiedenen Verkehrsunternehmen in der Region. Die ODEG Ostdeutsche Eisenbahn Gesellschaft mbH, die NEB Betriebsgesellschaft mbH, die S-Bahn Berlin GmbH und viele andere Verkehrsunternehmen werden in den neuen Fahrplan integriert. Dazu gehören auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Barnimer Busgesellschaft mbH (BBG), die für eine umfassende Anbindung der Region sorgen.
Die neuen Züge des Typs Stadler Kiss, die 2027 eingeführt werden, bieten mit 579 Sitzplätzen und modernen Annehmlichkeiten einen zusätzlichen Anreiz für die Reisenden. Allerdings bleibt unklar, ob im Fahrplan 2028 möglicherweise Kürzungen vorgenommen werden müssen, abhängig von Trassenpreisen und der Finanzierung durch Bund und Länder.
Nützliche Informationen zur Fahrplanauskunft
Für alle, die das neue Angebot optimal nutzen möchten, gibt es nützliche Hinweise zur Fahrplanauskunft. Unter BVG können Reisende nach mehr Einstelloptionen suchen. So können Einstellungen wie Zwischenhalte, Umstiege, Fußweg, Fahrrad und Barrierefreiheit vorgenommen werden. Um eine Karte anzuzeigen, genügt ein Klick auf das Ergebnis der Verbindung und das weiße Karten-Icon. Zudem können Favoriten gesetzt werden, um die Planung zu erleichtern.
Die bevorstehenden Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr in Berlin-Brandenburg versprechen eine deutliche Verbesserung der Mobilität und Anbindung in der Region. Pendler und Reisende dürfen gespannt sein auf die neuen Möglichkeiten, die sich ab Dezember 2026 ergeben werden. Weitere Details zu den Änderungen sind in einem Artikel von der Berliner Zeitung nachzulesen.