Heute ist der 6.05.2026 und in Lichtenberg steht ein imposantes Bauwerk im Fokus der Aufmerksamkeit: die Talsperre Lichtenberg im Erzgebirge. Nach fast 50 Jahren im Dienst ist es an der Zeit für eine umfassende Sanierung. Die Arbeiten sind in vollem Gange und sollen die Trinkwasserversorgung in der Region sicherstellen. Der Staudamm wird zurzeit mit neuen Dichtbahnen ausgestattet, um die Sicherheit zu erhöhen und das Wasser vor Verunreinigungen zu schützen.

Besonders spannend ist, dass zwei Zeitzeugen, die in den 1970er-Jahren am Bauwerk mitgearbeitet haben, ihre Erinnerungen teilen. Reiner Emmrich (76) aus Ullersdorf bei Sayda und Jürgen Gierlings (80) aus Freiberg waren damals als Eisenflechter aktiv. Sie erinnern sich lebhaft an die Schichten, die sie arbeiteten, die Kränen, die über ihren Köpfen schwebten, und die hitzigen Schweißarbeiten, die sie durchführten. Die Anekdoten, die sie erzählen, geben einen lebendigen Einblick in die Herausforderungen und den Stolz, die mit dem Bau des Damms verbunden waren. Weitere Details zu den Arbeiten finden Sie in diesem Artikel.

Die Sanierungsmaßnahmen im Detail

Die gegenwärtige Sanierung umfasst mehrere wichtige Maßnahmen. Dazu gehört die neue Außenabdichtung des Staudamms auf der Wasserseite, die Erneuerung der Dammkrone sowie die Komplettsanierung des Entnahmeturms. Auch die Bauwerksüberwachung wird durch die Errichtung von 10 Objektpunktpfeilern auf den neuesten Stand gebracht. Geschätzte Kosten für die Sanierung liegen bei rund 30 Millionen Euro – eine stolze Summe, die die Bedeutung dieses Bauwerks unterstreicht.

Der geplante Baubeginn war ursprünglich für 2024 angesetzt, musste aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten auf 2025 verschoben werden. Im Januar 2025 begannen die Arbeiten, die auch eine Umleitung der Gimmlitz und den Bau eines Fangedamms zum Schutz der Baustelle umfassen. Besonders bemerkenswert ist die Rückbau der Dammkrone im Sommer 2025, bei dem mit Betonfertigteilen eine neue Konstruktion geschaffen wurde. Besucher müssen sich während der Arbeiten auf Einschränkungen einstellen, denn der Übergang zur Dammkrone ist vollständig gesperrt.

Herausforderungen und Lösungen

Die Herausforderungen sind groß. Um den Betrieb der Wasserwerke in Freiberg und Lichtenberg aufrechtzuerhalten, wurde eine Ersatzwasserversorgung organisiert, die unter anderem durch die Talsperren Rauschenbach und Lehnmühle sichergestellt wird. Die Entnahmeturmröhren, die für die Grundablass- und Rohwasserentnahme verantwortlich sind, wurden ebenfalls erneuert. Zudem erhielt der Turmkopf neue Fassadenelemente, um Spannungen und Rissbildungen zu vermeiden. Das alles klingt nach einem gewaltigen Unterfangen, das viel Planung und Präzision erfordert!

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Die Talsperre Lichtenberg ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein bedeutender Teil der regionalen Geschichte. Die Erinnerungen der Zeitzeugen, die hier einst arbeiteten, machen deutlich, wie viel Herzblut in diesem Bauwerk steckt. Die Sanierung zeigt, dass auch nach Jahrzehnten der Nutzung die Pflege und Wartung von solchen Infrastrukturen von größter Bedeutung sind.