Am Dienstagmorgen ereignete sich ein schwerer Straßenbahnunfall im Berliner Bezirk Lichtenberg, der die Stadt in Atem hielt. Eine Straßenbahn der Linie M17 entgleiste in einer scharfen Kurve an der Wartenberger Straße und kollidierte mit einem Mast der Oberleitung. Dabei wurden insgesamt 20 Menschen verletzt, darunter drei schwer. Die Verletzten wurden umgehend in verschiedene Krankenhäuser gebracht, während einige von ihnen auch ambulant behandelt werden mussten. Dies ist ein ernstes Ereignis, das die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Feuerwehr mit voller Kraft beschäftigte.

Die Feuerwehr wurde um 9:29 Uhr alarmiert und war mit knapp 60 Kräften vor Ort. Ihr Einsatz zeigte sofort Wirkung, als sie die verletzten Fahrgäste betreuten und die Situation vor Ort sicherten. Die rechte Seite der Straßenbahn wurde durch den Aufprall aufgerissen, und der letzte Wagen sprang aus den Gleisen. Um die Bergung der Bahn zu ermöglichen, wurde der Strom abgestellt. Laut ersten Berichten wird die Bergung voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen, was auch Auswirkungen auf die Tramlinien M5 und M17 hat, die derzeit unterbrochen sind. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Ursachen und Ermittlungen

Experten der BVG und der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) waren schnell zur Stelle, um die genauen Umstände des Unfalls zu untersuchen. Es wird vermutet, dass der Fahrer der Straßenbahn, der selbst unter den Verletzten ist, möglicherweise einen medizinischen Notfall erlitten hat. Vor der Kurve, in der der Unfall geschah, gilt ein Tempolimit von 30 km/h, und in der Kurve selbst darf die Straßenbahn nur 10 km/h fahren, was durch eine gelbe Blechtafel signalisiert wird. Komischerweise gibt es an der Unfallstelle keine Weiche, die als Unfallursache in Frage käme. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und wird auch die Gleislage prüfen, um mögliche Mängel auszuschließen.

Die Stadt Berlin zeigte sich betroffen. BVG-Chef Henrik Falk und Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) besuchten die Unfallstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Auch der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ließ es sich nicht nehmen, gegen 16:30 Uhr zur Unfallstelle zu kommen. Die Schäden an den Oberleitungsmasten sind erheblich; mehrere Masten wurden umgerissen oder verbogen. Die Bergung der entgleisten Tram, die zur modernsten Baureihe der BVG (Flexity, 40 Meter lang) gehört, könnte in der Nacht auf Mittwoch stattfinden. Dabei müssen die mittleren Segmente der Tram, die bei dem Unfall zerstört wurden, geteilt werden, um abtransportiert werden zu können.

Eine solch schwere Unfall-Katastrophe, wie sie sich nun in Berlin ereignet hat, ist seit langer Zeit nicht mehr vorgekommen. Ähnliche Vorfälle, wie kürzlich in Mailand, wo zwei Menschen ihr Leben verloren, rufen Erinnerungen an die fragilen Bedingungen im öffentlichen Nahverkehr wach. In Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, sind Verkehrsunfälle mit Straßenbahnen ein ernstzunehmendes Problem, das immer wieder die Sicherheit der Fahrgäste in Frage stellt. Für detailliertere Statistiken und Informationen zu Straßenbahnunfällen in Deutschland können Interessierte die Webseite des Statistischen Bundesamts besuchen: hier.

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