Riedel-Evers-Weg: Gedenken an zwei mutige Feuerwehrleute in Neukölln
Heute ist der 16.06.2026 und ich kann euch von einem ganz besonderen Ereignis in Neukölln berichten. Hier wird ein Weg nach den beiden Feuerwehrleuten Klaus-Dieter Riedel und Frank Evers benannt, die vor 35 Jahren bei einem tragischen Einsatz ihr Leben verloren haben. Es ist eine Geste des Gedenkens, der Wertschätzung und des Respekts, die am 18. Juni mit einer feierlichen Gedenkstunde gewürdigt wird. Der Riedel-Evers-Weg, benannt nach diesen mutigen Männern, erstreckt sich am Braunschweiger Ufer in Britz und führt durch eine grüne Oase südlich des Teltowkanals.
Die Umbenennung wird von einer Zeremonie begleitet, bei der unter anderem der Landesbranddirektor Karsten Homrighausen und Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) erwartet werden. Bei dieser Gedenkstunde wird es eine Gedenkminute sowie ein Trompetensolo geben, um Riedel und Evers die Ehre zu erweisen. Beide Feuerwehrleute waren beim verheerenden Lagerhallenbrand in der Gradestraße am 18. März 1991 im Einsatz, als sie während der Brandbekämpfung tragisch verunglückten.
Ein schrecklicher Einsatz
Um 1:07 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Situation war angespannt, das Feuer wütete in der Lagerhalle. Nach mehreren Stunden intensiver Löscharbeiten, die bis gegen 4 Uhr dauerten, schien es, als hätte man die Lage im Griff. Doch der Schein trügte. Um 6:30 Uhr brach das Feuer erneut aus und die Feuerwehrleute mussten noch einmal anrücken. Als um 7 Uhr die Lagerhalle schließlich einstürzte, fiel eine Außenwand auf die Drehleiter, auf der sich Riedel und Evers befanden. Der Sturz aus etwa 16 Metern endete für beide tödlich.
Klaus-Dieter Riedel war ein erfahrener Hauptbrandmeister, der seit 1960 bei der Berliner Feuerwehr arbeitete und zum Zeitpunkt seines Todes 54 Jahre alt war. Frank Evers, nur 27 Jahre alt und Brandmeister, war ebenfalls ein engagierter Feuerwehrmann. Beide waren in der Feuerwache Wilmersdorf tätig und ihre tragischen Schicksale machen sie zu den letzten im Dienst tödlich verunglückten Einsatzkräften der Berliner Feuerwehr.
Ein bleibendes Andenken
Der neue Weg, der am 18. Juni eingeweiht wird, führt zwischen der Britzer und der Wilhelm-Borgmann-Brücke. Gegenüber des Weges befindet sich das Treseburger Ufer, ein Ort, der mit Sicherheit viele Besucher anziehen wird. Hier, in dieser ruhigen Umgebung, wird die Erinnerung an Riedel und Evers lebendig gehalten. Die Gedenkstunde wird nicht nur ein Moment des Innehaltens und des Gedenkens sein, sondern auch ein Zeichen dafür, dass die Mutigen, die ihr Leben für andere riskierten, nie vergessen werden.
Solche Veranstaltungen sind wichtig, um die Geschichten derjenigen zu erzählen, die im Einsatz ihr Leben verloren haben. Sie erinnern uns daran, wie gefährlich der Job der Feuerwehrleute sein kann und wie viel Mut es erfordert, in solch kritischen Situationen zu handeln. Es ist eine ehrliche Hommage an den unermüdlichen Einsatz und das Engagement dieser Menschen, die oft im Hintergrund agieren und deren Heldentaten selten die öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen. Bleibt also dran, wenn es am 18. Juni heißt, gemeinsam zu gedenken und die Erinnerung lebendig zu halten!
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