Siemensstadt Square: Ein neues Stadtviertel in Spandau entsteht
In Spandau, einem der ältesten Stadtteile Berlins, tut sich gerade einiges. Das neue Stadtviertel Siemensstadt Square nimmt Gestalt an und verspricht, ein echter Hingucker zu werden. Mit rund 3750 geplanten Wohnungen, einem Innovationscampus und einer Schule soll hier ein lebendiger Ort entstehen, der nicht nur Wohnraum, sondern auch Raum für kreative Ideen bietet. Am Montag wurde das Richtfest für das Quartier gefeiert, und die Vorfreude ist spürbar. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, und bald wird die Verkehrsverbindung zur seit 1980 brachliegenden Siemensbahn wiederbelebt. Was für eine spannende Entwicklung!
Der Baubeginn für die Siemensbahn rückt unaufhaltsam näher. Alexander Kaczmarek, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Berlin, äußerte sich äußerst positiv über das Projekt. Er sieht die Wiederbelebung der 4,5 Kilometer langen Strecke von Jungfernheide nach Gartenfeld nicht nur als notwendig, sondern auch als Chance für die gesamte Region. Die S-Bahnen sollen bis Ende 2029 wieder regelmäßig fahren. Ein echter Gewinn für Pendler und Anwohner!
Ein Hauch von Geschichte
Ein besonders interessantes Detail ist das fast hundert Jahre alte Viadukt, das im Rahmen dieses Projekts in einer speziellen Farbe, dem „Spandauer Blau“, gestrichen wird. Testweise wird diese Farbgebung an zwei Abschnitten der 800 Meter langen Stahlkonstruktion umgesetzt. Man kann sich vorstellen, wie das alte Gemäuer in neuem Glanz erstrahlt und gleichzeitig die Geschichte der Region widerspiegelt. Ein faszinierender Kontrast zwischen Alt und Neu!
Diese Entwicklungen sind nicht nur ein Zeichen für den Fortschritt, sondern auch für die kontinuierliche Veränderung Berlins. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte, die in der Broschüre “Berliner Pläne 1862 bis 1994” nachzulesen ist. Herausgegeben von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Jahr 2002, bietet sie einen Überblick über die Entwicklung der Stadt von der preußischen Residenz bis zur wiedervereinigten Hauptstadt. Die Pläne zeigen deutlich, wie sich Berlin im Laufe der Zeit verändert hat und welche Herausforderungen und Chancen auf dem Weg zur modernen Metropole entstanden sind.
Die Pläne der Stadt sind überfachlich-integral und verbindlich für die Berliner Verwaltung. Besonders interessant ist, dass sowohl die Planungen für West- als auch für Ostberlin während der Teilung in einer Karte zusammengefasst wurden. Man sieht also, wie eng die Geschichte dieser beiden Teile miteinander verwoben ist. Berlin – eine Stadt voller Brüche und Kontinuitäten, voller Geschichten, die darauf warten, erzählt zu werden.
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