Die Berliner FDP hat ihren Landesparteichef Christoph Meyer erneut zum Spitzenkandidaten für die anstehende Bundestagswahl am 23. Februar gewählt. Auf einer Landeswahlversammlung erhielt Meyer überragende 73 Prozent der Stimmen der Delegierten und wird somit die Liberalen in den Wahlkampf führen. Auf den weiteren Plätzen folgen Daniela Kluckert mit knapp 66 Prozent und der Direktkandidat Henning Krumrey aus Steglitz-Zehlendorf mit mehr als 84 Prozent, wie Tagesschau berichtete.

Meyer betonte die Dringlichkeit eines wirtschaftlichen Umbruchs in Deutschland und sprach sich für ein umfassendes „Aufbruchspaket“ aus, um der wirtschaftlichen Abwärtsspirale entgegenzuwirken. In seinem Wahlkampf will die FDP insbesondere mit ihrer Wirtschaftskompetenz punkten, während sie die Schwächen der früheren Ampelpartner, wie SPD und Grüne, sowie auch der CDU hervorhebt. Die Situation ist für die FDP angespannt, denn derzeit liegt die Partei in den Umfragen oft unter der entscheidenden Fünf-Prozent-Hürde. Parteiintern wird jedoch angenommen, dass bei einem bundesweiten Erfolg maximal zwei Sitze im Bundestag möglich sind, so Tagesspiegel.

Diese Wahl erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Bundestagswahl in Berlin teilweise wiederholt wurde und die AfD weiterhin Zulauf erhält. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die FDP ihre Ziele im Wahlkampf erreichen kann und ob sie als Koalitionspartner für die Union in Betracht gezogen wird, wie Kluckert bereits deutlich machte.

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