Wiederbelebung des legendären Jugendclubs „Pop Inn“ in Steglitz
In der Steglitzer Ahornstraße gibt es eine spannende Entwicklung rund um den legendären Jugendclub „Pop Inn“, der seit seiner Schließung im Jahr 2013 ein trauriges Schattendasein fristet. Ein Ort, der einst Künstler wie Frank Zander, Marianne Rosenberg und Die Ärzte beherbergte, steht mittlerweile leer und verfällt. Die Jugendlichen von heute setzen sich jedoch vehement für eine Wiederbelebung ein, unterstützt vom Bezirk, und lassen nicht locker. Ein Event mit dem Titel „Für immer Pop Inn“ findet nun in der Tanzschule Tanz-Tangente statt und erzählt die bewegte Geschichte des Clubs. Die Premiere, die am Freitagabend stattfand, war bereits ausverkauft und es sind insgesamt zehn Vorstellungen geplant, die das nostalgische Flair des „Pop Inn“ aufleben lassen.
In der Tanzschule wurde der Eingang des Clubs nachgebaut, um den Besuchern ein authentisches Erlebnis zu bieten. Die Performance soll nicht nur Erinnerungen an die gute alte Zeit wecken, sondern auch Highlights wie die „Hitparade“ und die skurrile Verlosung eines lebenden Spanferkels beinhalten. Der Gedanke hinter dieser Veranstaltung stammt von Micha Kranixfeld und Maximilian Hagemeyer, die für ihr Projekt die Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und des Bezirkskulturfonds erhalten haben. Bei einem Rundgang im Januar wurde festgestellt, dass die Tanzflächen, die Bar und das DJ-Pult zwar noch erhalten sind, jedoch Schimmel aufgetreten ist – ein weiteres Zeichen des Verfalls, der seit über zehn Jahren anhält.
Eine wechselvolle Geschichte
Das Gebäude, in dem sich das „Pop Inn“ befindet, hat eine lange und wechselvolle Geschichte. 1890 als Gaststätte errichtet, war es in den folgenden Jahrzehnten ein Treffpunkt für Sozialdemokraten und Kommunisten. Der Club selbst wurde 1960 als erster öffentlicher Jugendclub in West-Berlin eröffnet und gewährte sogar 14-Jährigen den Eintritt. Doch die gute Zeit fand 2013 ein abruptes Ende, als Nachbarn wegen Lärms und Müll klagten und der Club schließen musste. Seither ist das „Pop Inn“ als Lost Place bekannt, und verschiedene Nutzungsvorschläge, wie ein Frauenzentrum oder ein Wohnheim, scheiterten an Gutachten und politischen Abstimmungen.
Die Jugendstadträtin Carolina Böhm hat Ende Januar zu einem Rundgang im „Pop Inn“ eingeladen, um über die Wiedereröffnung zu diskutieren. Die Jugendlichen, die sich für kreative Aktivitäten und einen Raum ohne kommerziellen Druck einsetzen, sehen ein großes Potenzial für das Gebäude. Roman Gerhardt von der SPD wünscht sich das „Pop Inn“ als selbstverwaltetes Kulturzentrum, das in engem Kontakt mit der Nachbarschaft entsteht. Diese Ideen zeigen, wie wichtig solche Begegnungsorte für die Gemeinschaft sind und wie sie vor sozialer Isolation schützen können.
Ein Ort für die Gemeinschaft
Jugendklubs, Familienzentren und Bibliotheken sind in Großstädten unverzichtbare Anlaufstellen. Sie fördern Begegnungen und Kommunikation und helfen dabei, Verständnis und Integration zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen zu schaffen. Im „Pop Inn“ könnten junge Menschen Theater, Workshops und andere kreative Aktivitäten erleben, was in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt ist. Eine flexible Nutzung des Raumes würde es ermöglichen, auf die Bedürfnisse der Anwohner einzugehen und so die Gemeinschaft zu stärken.
Die Rückkehr des „Pop Inn“ könnte nicht nur die Erinnerungen an die glorreichen Zeiten des Clubs wiederbeleben, sondern auch ein neues Kapitel in der Geschichte des Gebäudes schreiben. Die nächsten Aufführungen sind für den 27. Juni sowie den 3. und 4. Juli 2026 geplant, und der Eintrittspreis beträgt 8 Euro. Es bleibt spannend zu sehen, ob die Stimmen der Jugendlichen, die eine Wiederbelebung des Clubs fordern, letztendlich Gehör finden werden und ob das „Pop Inn“ bald wieder zum pulsierenden Herzstück der Steglitzer Jugendkultur wird. Wer weiß, vielleicht erleben wir schon bald ein Comeback voller Lebensfreude und Erinnerungen!
Für weitere Informationen zum Thema und zur Geschichte des „Pop Inn“ lesen Sie auch den Artikel auf Morgenpost oder auf Berliner Kurier.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Mit der Umstellung auf VeloCore vereint unser Magazin herausragende Performance und konsequente Barrierefreiheit. Schnelle Ladezeiten und optimale Core Web Vitals treffen auf eine vollständige WCAG-2.1- und BITV-2.0-konforme Umsetzung - realisiert durch Daniel Wom ohne Kompromisse.
