In Tempelhof-Schöneberg wird zum zweiten Mal der „Preis für queere Vielfalt 2026“ ausgeschrieben. Der Preis zielt darauf ab, das queere Engagement zu würdigen und sichtbar zu machen. Vorschläge für Personen, Initiativen oder Organisationen, die sich für die Rechte der queeren Gemeinschaft einsetzen, können bis zum 26. Mai 2026 eingereicht werden. Dabei wird besonders auf nachhaltige queerpolitische Maßnahmen, Innovation und den Bezug zur Region Wert gelegt. Die Preisverleihung findet am 03. Juli im Rathaus Schöneberg statt und ist mit einem Preisgeld von 1.000 Euro für den ersten Platz und 500 Euro für den zweiten Platz dotiert.
Im letzten Jahr wurde Manuela Kay, die Verlegerin der SIEGESSÄULE, mit dem Preis ausgezeichnet. Ihr Engagement zeigt, wie vielfältig und wichtig queeres Engagement sein kann. Zu den Kriterien für die Nominierungen zählen unter anderem aktivistische, künstlerische, politische und soziale Tätigkeiten sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote. Vorschläge müssen eine ausführliche Beschreibung des Wirkens der nominierten Person oder Organisation beinhalten. Die Einreichungen können per E-Mail oder Post an Kai Münch, die Beauftragte für queere Lebensweisen in Tempelhof-Schöneberg, gesendet werden. Die Kontaktadresse lautet: Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10820 Berlin; E-Mail: queer@ba-ts.berlin.de.
Engagement für Vielfalt
Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg führt mit dem „Preis queerer Vielfalt“ ein neues Zeichen für Engagement und Akzeptanz der queeren Gemeinschaft ein. Bürger_innen, Organisationen und Unternehmen, die sich für die Rechte der queeren Community einsetzen, sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben. Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements für eine respektvolle und gleichberechtigte Gesellschaft. Der Preis wird an Personen, Gruppen oder Organisationen verliehen, die queerpolitische Maßnahmen mit nachhaltiger Wirkung umgesetzt haben und zur Sichtbarkeit queerer Themen in der Öffentlichkeit beitragen.
Die Bewerbungsfrist für den Preis 2025 endete bereits am 12. Mai 2025 und die Preisverleihung fand am 3. Juli 2025 statt. Auch hier wurde ein Preisgeld von 1.000 Euro sowie eine Urkunde vergeben. Die Veranstaltung wurde von der Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement und der Beauftragten für queere Lebensweisen des Bezirks organisiert. Die Auswahlkriterien ähneln denen des Preises für 2026, wobei kontinuierliches Engagement und Vorbildfunktionen ebenfalls eine Rolle spielen.
Ein wichtiger Schritt zur Akzeptanz
Die Initiativen in Tempelhof-Schöneberg stehen im Einklang mit dem bundesweiten Aktionsplan „Queer leben“, der am 18. November 2022 beschlossen wurde. Diversität ist ein zentrales kulturpolitisches Anliegen und Bestandteil der Kulturförderung des Bundes. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien arbeitet daran, die Akzeptanz und den Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu stärken. Kulturorte fungieren als soziale Treffpunkte, die Menschen unabhängig von sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität zusammenbringen.
Mit Projekten wie der Wanderausstellung „Queere Menschen im Nationalsozialismus“, die ab 2024 in Deutschland zu sehen sein wird, und der Unterstützung von Ausstellungen zur queerhistorischen Erinnerungskultur, wird deutlich, wie wichtig die Sichtbarkeit und die Anerkennung queerer Lebensrealitäten sind. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und die Vielfalt in der Kultur zu feiern.
Für interessierte Initiativen und Personen in der Region bietet der „Preis für queere Vielfalt 2026“ eine hervorragende Gelegenheit, ihr Engagement sichtbar zu machen und einen positiven Beitrag zur LGBTIQ*-Community zu leisten. Informationen und Details zur Einreichung von Vorschlägen sind auf der Webseite der SIEGESSÄULE zu finden.