Das Pfingstwochenende steht vor der Tür und die Temperaturen steigen – das bedeutet, dass die Natur in voller Blüte steht und uns zu einer Entdeckungsreise einlädt! Besonders Berlin und Brandenburg sind ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Hier gibt es nicht nur ruhige, naturnahe Erlebnisse, sondern auch einige spannende Wandertouren, die Redakteur Jörg Krauthöfer empfiehlt. Egal, ob man eine kurze Auszeit braucht oder sich auf eine längere Wanderung begeben möchte, hier ist für jeden etwas dabei! In diesem Artikel stellen wir euch drei interessante Wanderrouten vor, die sich perfekt für ein Pfingstwochenende eignen. Quelle

Wanderung durch das wilde Wuhletal

Die erste Route führt uns durch das wilde Wuhletal. Diese Wanderung hat eine Länge von knapp 9 km und startet am Bahnhof Wuhletal, um letztendlich am S-Bahnhof Ahrensfelde zu enden. Auf dem Weg gibt es viel zu entdecken: Ein Abstecher zum ehemaligen Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus und zur Krankenhauskirche lohnt sich auf jeden Fall! Der Weg schlängelt sich entlang der Wuhle und führt durch moorartige Abschnitte, die eine reiche Vogelwelt beheimaten. Zudem kommt man am Rohrbruchpark sowie der Seilbahn der „Gärten der Welt“ vorbei. Nördlich über die Landsberger Allee geht es weiter zu den Ahrensfelder Bergen, die mit 102 m und 114 m Höhe ein paar schöne Ausblicke bieten. Nach einem Abstieg durch den Eichepark erreicht man schließlich sein Ziel, den S-Bahnhof Ahrensfelde. Die Route verläuft über Asphalt-, Schotter- und Waldwege, wobei man 70 Höhenmeter aufsteigt und 50 Höhenmeter absteigt.

Historische Stadtwanderung entlang der Spree

Für die Geschichtsinteressierten unter uns ist die zweite Tour genau das Richtige: Eine historische Stadtwanderung entlang der Spree. Diese faszinierende Route ist 5,6 km lang und beginnt am S-Bahnhof Jannowitzbrücke. Hier hat man die Gelegenheit, die Reste der Berliner Stadtmauer zu erkunden, die Traditionskneipe „Zur letzten Instanz“ zu besuchen und die Ruine der Franziskaner-Klosterkirche zu besichtigen. Auch das Rote Rathaus und der Neptunbrunnen sind Teil der Strecke. Ein weiteres Highlight ist das Denkmal „Block der Frauen“ in der Rosenstraße, das an die Geschichte der ältesten Synagoge Berlins erinnert. Die Wanderung führt durch die Hackeschen Höfe, die Sophienstraße und zahlreiche historische Stätten, bevor es über Mühlendamm und Molkenmarkt zurück zur Neuen Jüdenstraße und zum Rolandufer geht. Diese Tour verbindet Natur und Geschichte auf ganz wunderbare Weise!

Rundwanderung zum „Kap Horn“ von Berlin

Die dritte und letzte Wanderung führt uns zum „Kap Horn“ von Berlin, einer Rundwanderung, die knapp 11 km lang ist. Der Start- und Zielpunkt dieser Tour ist die Dorfkirche Schmöckwitz. Hier hat man einen herrlichen Blick auf die Dahme und den Zeuthener See, während man über die Schmöckwitzer Brücke wandert. Auch das „Waldhotel am See“, ein ehemaliges FDGB-Heim, kann auf dieser Strecke besichtigt werden. Der Weg führt zum südlichsten Punkt Berlins, Rauchfangswerder, der allerdings nicht frei zugänglich ist. Für den Rückweg bietet sich eine Wanderung am Zeuthener See an, während man den Blick auf die Martin-Luther-Kirche in Zeuthen genießen kann. Eine perfekte Mischung aus Natur, Geschichte und Sightseeing!

Wenn man darüber nachdenkt, die Natur zu genießen, ist der 66-Seen-Wanderweg in Brandenburg ebenfalls ein interessanter Hinweis. Dieser Weg führt durch eine Vielzahl von Landschaften, von Wäldern über Wiesen bis hin zu Hügelketten und weiten Ebenen. Er bietet Lebensräume für seltene Arten und hat zahlreiche Badestellen an den Seen, die zum Verweilen einladen. Auch kulturelle Erlebnisse wie UNESCO-Weltkulturerbe, Schlösser und historische Dörfer sind entlang des Weges zu finden. Ob als Einzeletappe oder Mehrtagestour, die Anreise mit Bahn und Bus ist zudem entspannt und klimaneutral. Ein perfekter Grund, sich in die Natur zu begeben und die Schönheit Brandenburgs zu entdecken!

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