Im Landkreis Barnim wird es spannend! Am kommenden Sonntag, den 10. Mai 2026, steht die Stichwahl um das Landratsamt an. Der Amtsinhaber Daniel Kurth von der SPD tritt gegen Matthäus Mikolaszek von der AfD an. Im ersten Wahlgang am 19. April konnte keiner der vier Kandidaten die nötige Mehrheit für einen direkten Sieg erzielen. Kurth kam auf 40,9% der Stimmen, während Mikolaszek 30% erhielt. Ein weiterer Kandidat, Daniel Sauer von der CDU, der von den Freien Wählern und der FDP unterstützt wird, erhielt 20,1%, und Andreas Bergener, der parteilos kandidierte, landete bei 9%.

Wahlberechtigt sind rund 161.500 Bürgerinnen und Bürger im Barnim, was eine beachtliche Anzahl ist. Die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang lag bei 47,7% – das ist nicht schlecht, aber auch nicht gerade überwältigend. Besonders interessant ist die Briefwahl: Es wurden etwa 26.000 Unterlagen verschickt, das sind 15.000 mehr als bei der Wahl 2018. Für die Stichwahl wird eine hohe Beteiligung erhofft, insbesondere von denjenigen, die beim ersten Mal nicht wählen gingen.

Herausforderungen für die Kandidaten

Daniel Kurth hat eine große Herausforderung vor sich. Seit 2023 hat der Landkreis mit einem defizitären Haushalt zu kämpfen, der sich auf stolze 40,6 Millionen Euro beläuft. Die Ursachen sind vielfältig – unter anderem zusätzliche Aufgaben, die durch Bund und Land auf den Landkreis zukommen, wie die Integration von Geflüchteten, Schulsozialarbeit und die Digitalisierung. Um in der Stichwahl zu bestehen, ist es für Kurth essenziell, Unterstützung von anderen Parteien wie der CDU, der FDP und den Linken zu gewinnen.

Auf der anderen Seite möchte Mikolaszek, der die AfD vertritt, den Ausbau erneuerbarer Energien im Kreis bremsen. Dies könnte einige Wähler verunsichern, die sich für nachhaltige Lösungen interessieren. Der Brandenburger Verfassungsschutz hat den AfD-Landesverband als rechtsextremistisch eingestuft, was sicher auch ein Thema in den Köpfen der Wähler ist. Die gerichtliche Bewertung steht jedoch noch aus.

Ein Blick auf die Wahlbeteiligung

Wahlbeteiligung ist ein entscheidendes Maß für die politische Partizipation. In Deutschland haben alle ab 18 Jahren das Recht, an Bundestagswahlen teilzunehmen, aber die Zahlen variieren stark bei den Landes- und Kommunalwahlen. Der demografische Wandel zeigt sich auch hier: Ältere Wähler, insbesondere die 60- bis 69-Jährigen, sind die aktivsten Teilnehmer an Wahlen mit einer Beteiligung von etwa 85,5%. Im Barnim könnte die erhöhte Zahl an Briefwahlunterlagen und die Mobilisierung der Nichtwähler entscheidend sein für die Wahlbeteiligung in der Stichwahl.

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Die Wahlberechtigten im Barnim sind sich also der Bedeutung ihrer Stimme bewusst. Die Wahllokale öffnen am Sonntag von 8 bis 18 Uhr. Damit wird die Entscheidung über die zukünftige Führung des Landkreises zu einem bedeutenden Ereignis, das die Richtung für die kommenden Jahre bestimmen könnte. Es bleibt spannend, wie die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme abgeben werden und ob die Wahlbeteiligung möglicherweise sogar die 50%-Marke überschreiten kann.

Für weitere Informationen zu den Wahlen in Barnim, kann die vollständige Quelle hier nachgelesen werden.