Neuer Übergangsvertrag verbessert Tiersituation in Brandenburg an der Havel
In Brandenburg an der Havel gibt es Neuigkeiten aus dem Tierheim, die sowohl Tierschützer als auch Tierliebhaber aufhorchen lassen. Thomas Barz und Anja Linckus haben einen Übergangsvertrag unterschrieben, der die Situation für herrenlose Tiere in der Region verbessern soll. Die Stadt hat die Vergabe eines ursprünglichen Verfahrens aufgehoben, was die Weichen für eine neue Ausschreibung stellt. In letzter Zeit war viel Bewegung in der Tierheimszene, und es wird spannend, wie es weitergeht.
Die bisherigen Tiere bleiben vorerst im Tierheim in der Caasmannstraße beim Tierschutzverein (TSV). Dies gibt den Verantwortlichen ein wenig Luft, um die notwendigen Änderungen vorzunehmen. Das Leistungsverzeichnis für die Neuausschreibung – das schon vor etwa eineinhalb Jahren vom Hauptausschuss auf den Weg gebracht wurde – umfasst wichtige Punkte wie eine 24-Stunden-Bereitschaft und die Unterbringung von Kleintieren und Exoten. Hier wird also auf eine umfassendere Versorgung von Tieren hingearbeitet.
Entlastung für die Feuerwehr
Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist die Entlastung der Feuerwehr. Bisher war sie für die klassische Tierheim-Arbeit zuständig, was nicht unbedingt die beste Lösung war. Jetzt werden herrenlose oder verletzte Tiere in den nächsten zwei Monaten von der Feuerwehr gemeldet und dann zur Rufbereitschaft des Tierschutzvereins Tiere e.V. gebracht. Der neue Vertrag sieht vor, dass die Tiere zunächst nach Geltow zur Erstversorgung gebracht werden. Der Tiere e.V. hat bereits Standorte in Geltow und Wiesenburg, um die Tiere unterzubringen.
Doch es gibt Herausforderungen. Der TSV hat die angefragten Leistungen, etwa die Exotenversorgung, nicht angeboten und besitzt keine Betriebserlaubnis für die Unterbringung von Exoten. Die Stadtverwaltung erwartet nun, dass der TSV die nötige Sachkunde erwirbt, um diese Erlaubnis zu erhalten. Ansonsten könnte es für den Verein schwierig werden, sich bei der neuen Ausschreibung durchzusetzen.
Tierschutz über die Grenzen hinaus
Was die gesamte Tierschutzbewegung angeht, gibt es auch in anderen Regionen einiges zu berichten. Der Arche Tierwohl e.V. setzt sich ebenfalls für Tierschutz ein und hat das Ziel, einen Lebenshof für Tiere zu schaffen, die dauerhaft Schutz finden. Aktuell läuft ein Spendenmarathon für ein Katzenhaus mit einem Zielbetrag von 250.000 €, wobei bereits 115.000 € gesammelt wurden. Der Verein arbeitet seit September 2022 an der Verwirklichung dieses Lebenshofes und verfolgt einen Businessplan zur Selbstfinanzierung, um Abhängigkeiten von Spenden zu vermeiden.
Darüber hinaus ist der Arche Tierwohl e.V. aktiv in der Vermittlung von Tieren – derzeit sind rund 200 Tiere, darunter Hunde und Katzen, in der Vermittlung. Der Verein hat auch eine Kampagne namens „Manege ohne Leid“ ins Leben gerufen, die gegen die Nutzung von Wildtieren in Zirkussen kämpft. Fast 1,5 Tonnen Vogelfutter wurden bereits gesammelt, um bedürftigen Stellen zu helfen.
Rechtliche Rahmenbedingungen
In Deutschland ist der Tierschutz ein Staatsziel, das im Grundgesetz verankert ist und durch das Tierschutzgesetz geregelt wird. Die Zuständigkeiten liegen sowohl beim Bund als auch bei den Bundesländern. Kürzlich trat ein Gesetz zur Tierhaltungskennzeichnung in Kraft, das zunächst für frisches, in Deutschland produziertes Schweinefleisch gilt. Diese gesetzlichen Rahmenbedingungen, zusammen mit Initiativen wie der Tierschutzforschung und dem Tierschutzbericht, zeigen, dass Tierschutz in Deutschland ernst genommen wird.
Die neuen Entwicklungen in Brandenburg an der Havel sind ein weiterer Beweis dafür, dass sich der Tierschutz in Deutschland stetig weiterentwickelt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation im Tierheim in den kommenden Monaten gestalten wird und ob der TSV alle notwendigen Anforderungen erfüllen kann. Die Tiere – diejenigen ohne Stimme – stehen im Mittelpunkt dieser Bemühungen, und das ist schließlich das Wichtigste.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Tierschutz in Brandenburg an der Havel können Interessierte die vollständigen Details in dem Artikel auf Meetingpoint Brandenburg nachlesen.
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