Heute ist der 26.05.2026 und in Cottbus ist die Aufregung spürbar. Der FC Energie Cottbus hat es geschafft! Mit einem knappen 1:0 gegen Jahn Regensburg am 16. Mai 2026 hat sich das Team den Aufstieg in die 2. Bundesliga gesichert. Nach zwölf langen Jahren der Abwesenheit aus dem Profifußball kehrt der Verein zurück und bringt damit frischen Wind in die Region. Die IHK Cottbus sieht in diesem Aufstieg große wirtschaftliche Impulse und Erwartungen für die Lausitz.

Die genauen monetären Auswirkungen sind zwar noch unklar, aber die Vorfreude ist greifbar. Heimspiele des FCE werden nicht nur Fans aus der Region, sondern auch aus ganz Deutschland anziehen. Das bedeutet höhere Ausgaben in der Gastronomie, im Einzelhandel und im Verkehrssektor – von Bahntickets über Restaurantbesuche bis hin zu Fanartikeln. Die IHK berichtet, dass die Ausgaben der Besucher an regionale Anbieter fließen werden. Ein spannendes Beispiel ist der SSV Ulm 1846, der in einer Zweitliga-Saison eine regionale Wertschöpfung von etwa 66 Millionen Euro erzielen konnte. Im Vergleich dazu generierte DSC Arminia Bielefeld sogar 150 Millionen Euro.

Wirtschaftliche Perspektiven und gesellschaftliche Bedeutung

Stellen Sie sich vor, die Stadt wird zum Anziehungspunkt für Fans, die nicht nur für das Spiel, sondern auch für andere Aktivitäten bleiben. Das könnte die lokale Gastronomie und Hotellerie ankurbeln. Die IHK rechnet mit einem Anstieg der Gästefanzahlen, insbesondere bei attraktiven Spielen und spannenden Derbys. Das bedeutet mehr Menschen in den Straßen von Cottbus, die das Lebensgefühl der Stadt genießen – und das bringt nicht nur Freude, sondern auch wirtschaftliche Vorteile.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die betroffenen Sektoren: Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel, Verkehrs- und Mobilitätssektor sowie Sicherheitsdienste. Die Stadion-Betreibergesellschaft hat vor, ein neues Stadion zu bauen oder das bestehende LEAG Energie Stadion instand zu halten. Das könnte für die Baubranche ein Leuchtturmprojekt werden, während die IHK „Schnelligkeit und Verlässlichkeit“ in den Planungs- und Umsetzungsprozessen fordert.

Der Profifußball als Wachstumsmotor

Die gesamtwirtschaftliche Relevanz des Profifußballs ist nicht zu unterschätzen. Laut einer McKinsey-Studie wird die gesamte Wertschöpfung des deutschen Profifußballs für die Saison 2023/24 auf 14,2 Milliarden Euro geschätzt. Rund 62.000 Menschen arbeiten direkt oder indirekt im Umfeld der 1. und 2. Bundesliga. Jeder Euro, der durch die Clubs umgesetzt wird, generiert im Durchschnitt zwei Euro Wertschöpfung in angrenzenden Bereichen. Das zeigt, wie stark dieser Sektor mit der Wirtschaft verwoben ist.

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Unter dem Strich generiert der Profifußball ein Netto-Plus von 4,6 Milliarden Euro an Steuereinnahmen für die öffentlichen Haushalte. Diese Einnahmen übersteigen die Kosten für die Bundespolizei und Wohngeld, was zeigt, dass der Fußball nicht nur ein Sport ist, sondern auch ein echter Motor für die Wirtschaft. Die DFL hebt hervor, dass Profifußball verschiedene gesellschaftliche Gruppen vereint und für verbindende Erlebnisse steht.

Die IHK plant, in Zukunft Gespräche mit der Vereinsspitze und regionalen Akteuren zu führen. Themen wie Verkehrsbelastungen und Sicherheitsanforderungen an Spieltagen sollten frühzeitig adressiert werden, um mögliche Konflikte zu vermeiden. Man kann nur hoffen, dass der Aufstieg des FC Energie Cottbus nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich ein großer Erfolg wird.

Der FC Energie Cottbus wird von der IHK als „emotionaler Anker“ für die Region gesehen, und das kann man nur unterstützen. Die Vorfreude auf die kommende Saison ist groß, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die wirtschaftlichen Impulse entwickeln werden. Der Fußball hat das Potenzial, die Region nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich neu zu beleben.