Heute, am 26. Mai 2026, werfen wir einen Blick auf die aktuelle Situation des Handwerks in Brandenburg. Es gibt einige spannende Entwicklungen, die nicht nur für die Region, sondern auch für die gesamte Branche von Bedeutung sind. Laut einem Bericht des Handwerkskammertages Land Brandenburg wurden im Jahr 2025 insgesamt 2.935 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das ist ein erfreuliches Plus von 177 Verträgen im Vergleich zum Vorjahr. Eine positive Tendenz, die zeigt, dass das Handwerk in Brandenburg nicht nur überlebensfähig ist, sondern auch wächst!
Die Teilnehmerzahl an überbetrieblicher Lehrlingsunterweisung (ÜLU) liegt bei 17.673. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig das Handwerk für die Nähe, die Versorgungssicherheit und die wirtschaftliche Stabilität im ländlichen Raum ist. Die Vielzahl der Betriebe ist beeindruckend: In Potsdam-Mittelmark gibt es 3.594 Betriebe, gefolgt von Märkisch-Oderland mit 3.337 und Oberhavel mit 3.278 Betrieben. Auch Barnim, Dahme-Spreewald und Spree-Neiße tragen mit 2.946, 2.879 und 1.911 Betrieben ihren Teil bei.
Die Herausforderungen des Handwerks
Robert Wüst, Präsident des Handwerkskammertages Land Brandenburg, fasst die Lage treffend zusammen: Das brandenburgische Handwerk zeigt Stärke, doch viele Betriebe stehen an der Belastungsgrenze. Es ist eine Herausforderung, die nicht ignoriert werden kann. Umso wichtiger ist die Rolle der Handwerkskammern, die nicht nur die Qualität sichern, sondern auch die Ausbildung organisieren und zur Fachkräftesicherung beitragen. In diesem Zusammenhang wurden im letzten Jahr 2.043 Gesellen- und Abschlussprüfungen, 2.081 Fortbildungsprüfungen sowie 508 Meisterprüfungen durchgeführt. Zudem wurden 732 Zertifikate als fachlich-technische Ausbildungsnachweise ausgestellt.
Die Handwerkskammern haben zudem 1.136 betriebswirtschaftliche Beratungen sowie 3.098 Rechtsberatungen angeboten. Das zeigt, wie umfassend die Unterstützung für die Betriebe ist. Politische Entscheidungen sind jedoch notwendig, um das Handwerk zu entlasten und seine Zukunftsfähigkeit zu stärken. Die Notwendigkeit für politische Maßnahmen ist drängend. Die Betriebe brauchen Unterstützung, um die Herausforderungen, die vor ihnen liegen, meistern zu können.
Handwerk in Deutschland: Ein Blick über die Grenzen
Um die Bedeutung des Handwerks zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die umfassenden Daten, die die Handwerkszählung in Deutschland liefert. Sie erfasst nicht nur die Anzahl der Unternehmen und tätigen Personen, sondern auch den Umsatz in den Betrieben. Dabei werden die Beschäftigten in sozialversicherungspflichtig und geringfügig beschäftigt unterteilt. Solche Kennzahlen sind wichtig, um die wirtschaftliche Lage des Handwerks zu analysieren und Trends zu erkennen. Die vierteljährliche Handwerksberichterstattung liefert wertvolle Informationen über den Umsatz, die Anzahl der Beschäftigten und die ausgeübte wirtschaftliche Tätigkeit. Dies alles hilft, ein umfassendes Bild der Branche zu zeichnen.
Die Herausforderungen sind vielfältig und die Branche benötigt innovative Lösungen. Ein Blick auf die Zahlen und die Entwicklungen in Brandenburg zeigt jedoch, dass das Handwerk nicht nur ein wichtiges Fundament für die Wirtschaft ist, sondern auch ein Bereich, der stetig im Wandel ist. Die Zukunft des Handwerks in Brandenburg und darüber hinaus bleibt spannend.
Für weiterführende Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im Handwerk können Sie auch die ausführlichen Daten und Analysen auf repo.uni-hannover.de einsehen. Eine umfassende Analyse der Handwerkszahlen finden Sie zudem auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes.
