In Quakenbrück, einem charmanten Städtchen in Niedersachsen, wurde das Projekt „Campus Nachhaltige Lebensmittelerzeugung“ (CNL) vorgestellt. Dieses Ereignis fand im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) statt. Die Veranstaltung war nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch eine Plattform für bedeutende Gespräche über die Zukunft der Lebensmittelproduktion. Unter den Anwesenden waren Johannes Elberfeld, Ariane Kölling, Dr. Beate Zimmermann und Marie Grüter (v.l.n.r.), die die verschiedenen Perspektiven und Interessen der beteiligten Institutionen repräsentierten.

Ein besonders wichtiges Thema war die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Elbe-Elster und dem DIL, die seit 2021 besteht. Diese Partnerschaft wurde von Vertreterinnen des Landkreises und wissenschaftlichen Einrichtungen aus Brandenburg bekräftigt. Der Kreisentwicklungsausschuss hat sogar die Bestätigung der Mitgliedschaft des Landkreises im DIL empfohlen. Solche Initiativen sind entscheidend, um bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Impulse für nachhaltige Ernährungssysteme zu setzen.

Einblicke in die Zukunft der Ernährung

Während der Veranstaltung wurde auch eine Posterausstellung zum CNL-Projekt präsentiert, die die verschiedenen Ansätze zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion veranschaulichte. Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies ließ es sich nicht nehmen, sich über das Vorhaben zu informieren und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Hierbei zeigte sich ein großes Interesse an länderübergreifender Zusammenarbeit zwischen Niedersachsen und Brandenburg.

Das DIL, gegründet 1983 und mit Hauptsitz in Quakenbrück, fungiert als Innovationsmotor der Lebensmittelwirtschaft. Über 120 Fachkräfte sind dort beschäftigt, um Lösungen für resiliente und zirkuläre Ernährungssysteme zu entwickeln. Zudem kooperiert das DIL mit mehr als 150 Mitgliedsunternehmen und zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit. Ziel des CNL-Projekts ist es, innovative und nachhaltige Lösungen für die Lebensmittelproduktion über Ländergrenzen hinweg zu entwickeln. Eine spannende Herausforderung, die uns alle betrifft!

Der Dialog über nachhaltige Ernährungssysteme

Der Kontext dieser Bemühungen ist nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2021 fand der UN-Weltgipfel zu Ernährungssystemen (UN Food System Summit, UN FSS) statt, bei dem UN-Generalsekretär António Guterres die Mitgliedstaaten aufforderte, die Ernährungssysteme nachhaltig zu gestalten. In Deutschland übernahm die BLE im Auftrag des BMLEH die Verantwortung, nationale Dialogprozesse zu initiieren. Ziel war es, einen breiten, offenen und inklusiven Dialog aller Akteure des Ernährungssystems zu fördern. Über 1.600 Teilnehmer, darunter Landwirte, Unternehmen der Lebensmittelverarbeitung und Verbraucher, beteiligten sich an diesem Dialog.

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Im Rahmen dieses Prozesses wurden fünf zentrale Themenfelder identifiziert, darunter die Anforderungen an eine nachhaltige landwirtschaftliche Lebensmittelerzeugung und die Zukunft der Ernährung – mit einem klaren Fokus auf pflanzenbasierte Ansätze. Die Ergebnisse wurden von der TMG Research gGmbH analysiert und schließlich in einem Abschlussbericht zusammengefasst, der am 24. Mai 2023 überreicht wurde.

Ein spannender Moment für die zukünftige Gestaltung der Ernährungssysteme in Deutschland und darüber hinaus – und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung für nachhaltige Lösungen. Wer mehr über das DIL und seine Projekte erfahren möchte, kann dies auf der offiziellen Webseite tun: dil-ev.de.