Am 29. Juni 2026 war es endlich soweit: Die Lausitzer Seenkette wurde offiziell eröffnet! Ein Festakt, der am malerischen Sedlitzer See in Oberspreewald-Lausitz stattfand, zog zahlreiche Besucher an. Die beiden Ministerpräsidenten, Dietmar Woidke von der SPD aus Brandenburg und Michael Kretschmer von der CDU aus Sachsen, waren ebenfalls anwesend und feierten diesen bedeutenden Moment. Fünf Seen – der Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See – sind nun durch schiffbare Kanäle verbunden, und die zusammenhängende Wasserfläche beträgt etwa 5.100 Hektar, was ungefähr der Hälfte der Müritz entspricht.

Die Eröffnung war nicht nur ein symbolischer Akt, sondern auch ein wirtschaftlicher Schub für die Region. Regionalen Gastronomen und Hoteliers wird ein Anstieg der Übernachtungen von 800.000 auf 1.600.000 pro Jahr prognostiziert. Das ist eine Verdopplung! Detlev Wurzler, der Vorsteher des Zweckverbandes Lausitzer Seenland, betonte die Bedeutung dieses Projekts für die Anwohner und die gesamte Bevölkerung. Private Investitionen an den Seen werden nun erhofft, und die Investitionskosten belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro. Die LMBV hat bestätigt, dass auf jedem See Schiffe fahren können und es bereits Badestellen gibt, auch wenn noch Restarbeiten anstehen.

Ein Augenschmaus für die Region

Ein großes Bade-Event zur Feier der Eröffnung wird die Menschen zusammenbringen und zeigen, wie wichtig dieser neue Freizeitort für die ganze Lausitz ist. Woidke hob die Attraktivität der Region hervor, die nicht nur Naturfreunde anzieht, sondern auch Arbeitsplätze schafft. Die Erschließung der Seenlandschaft hat das Potenzial, die Region auf die touristische Landkarte zu setzen. Die Eröffnung des größten künstlichen Seenverbundes Europas ist ein Schritt in die richtige Richtung – die Region erblüht!

Die Seen selbst haben eine interessante Entstehungsgeschichte. Sie sind aus ehemaligen Tagebauen hervorgegangen, und die Flutung dieser Gebiete begann bereits in den 1950er Jahren. In den kommenden Jahren soll das Lausitzer Seenland das größte künstliche Wassergebiet Europas werden, und das, obwohl es erst vor kurzem noch als ungenutzte Tagebaulandschaft galt. Die geografische Lage ist beeindruckend: Ein Dreieck, das Luckau in Brandenburg, das Cottbuser Umland und Niesky in Sachsen umfasst, erstreckt sich über 60 km von West nach Ost und 40 km von Nord nach Süd.

Ein Blick in die Zukunft

Für die Besucher des Lausitzer Seenlandes ist bereits eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten geplant. Badestrände, Yachthäfen, Wasserski-Stützpunkte und Campingplätze sollen entstehen, während erste Projekte wie eine Wasserskianlage und eine Marina am Geierswalder See bereits in der Umsetzung sind. Ein Wasserflugplatz am Sedlitzer See steht ebenfalls auf der Liste der geplanten Infrastruktur. Die Aussicht auf schiffbare Überleiter, die die Flutung beschleunigen, lässt die Vorfreude auf die kommenden Monate und Jahre steigen.

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Die Region hat sich bereits mit dem Europäischen Gartenpreis 2018 ausgezeichnet. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Wasserqualität weiterentwickelt – die LMBV arbeitet daran, dass diese dem Senftenberger See entspricht. Das Lausitzer Seenland, ein Beispiel für gelungene Renaturierung und touristische Entwicklung, zeigt, wie man aus einer industriell genutzten Landschaft eine Oase der Erholung schaffen kann. Hier treffen Mensch und Natur aufeinander, und das mit einem ganz neuen Gesicht – ein echtes Highlight für die Lausitz und darüber hinaus!

Für weitere Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Lausitzer Seenlandes besuchen Sie bitte diese Seite.

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