In Märkisch-Oderland gibt es in den kommenden Monaten eine Ausstellung, die sowohl Geschichtsinteressierte als auch Kunstliebhaber anlocken dürfte. Vom 1. März bis 25. Mai 2026 wird in der „Galerie in der Orangerie“ auf dem Schlossgut Altlandsberg eine spannende Erkundung des Kulturlandschaftsraums zwischen der östlichen Berliner Stadtgrenze und der Oder präsentiert. Die Ausstellung beleuchtet historische sowie zeitgenössische Ansichten von Schlössern, Gutshäusern und Parkanlagen. Besonders erwähnenswert sind die seltenen Landkarten, die aus Privatsammlungen stammen und einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit bieten.

Ein zentraler Punkt der Schau ist die Fokussierung auf die Lithografien und Grafiken des Verlegers Alexander Duncker, der von 1813 bis 1897 lebte. Seine Werke geben nicht nur einen Eindruck von den Schlössern und Herrenhäusern des 19. Jahrhunderts, sondern zeigen diese auch in einem kunstvoll gestalteten Parkumfeld. Besucher können sich auf erläuternde Texte freuen, die die historische Entwicklung der gezeigten Objekte näherbringen. Eine großformatige Übersichtskarte des Landkreises wird ebenfalls Teil der Ausstellung sein und zeigt rund 60 existierende Anwesen und Landschaftsparks. Diese Karte fungiert als Wegweiser für eigene Erkundungen und gibt auch Hinweise auf den Erhaltungszustand der Anlagen – wirklich praktisch!

Öffnungszeiten und Unterstützung

Die Ausstellung hat an den Wochenenden geöffnet, immer samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Unterstützt wird dieses kulturelle Projekt von der Sparkasse Märkisch-Oderland, was sicher dazu beiträgt, dass die Besucherzahl hoch bleibt. Wer sich für die Entwicklung und Transformation der Parklandschaften in Altlandsberg und Bad Freienwalde interessiert, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.

Die präsentierten Landkarten und Grafiken sind nicht nur ein Genuss für das Auge, sie sind auch Teil einer viel größeren Tradition. Ganz in diesem Sinne hat die Kartensammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation umfassende Kartenwerke, Stadtpläne und Atlanten, die vor allem aus dem 19. Jahrhundert stammen. Mit rund 41.000 Kartenblättern dokumentiert diese Sammlung die Verkehrsgeschichte nicht nur Deutschlands, sondern auch international. Ein echter Schatz, der das Verständnis für die geographische Entwicklung Europas und seiner Territorien vertieft.

Wenn man also den historischen und kulturellen Reichtum der Region erleben möchte, ist die Ausstellung in Altlandsberg ein absolutes Muss. Man wird nicht nur in die Vergangenheit eintauchen, sondern auch die Schönheit und den Erhaltungszustand der Landschaften hautnah erleben können. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

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