Heute ist der 12.06.2026 und in Potsdam tut sich einiges. Im Rahmen des „Dialogs zum Haushalt – Bürgerhaushalt 2027/28“ sind mehr als 380 Ideen eingegangen. Ein reger Austausch, der zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger sich aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einbringen wollen. Die Themen reichen von mehr Grün für die Brandenburger Straße über die Bewerbung Potsdams als Europäische Kulturhauptstadt bis hin zur Verbesserung der Lebensqualität im öffentlichen Raum. Diese Vielfalt an Vorschlägen macht deutlich, wie unterschiedlich die Interessen in der Stadt sind.

Wer noch Ideen hat, kann bis zum 3. Juli auf der offiziellen Website seine Wünsche einreichen. Das ist auch eine Chance für die, die bisher vielleicht noch nichts beigetragen haben. Die bereits eingereichten Vorschläge können bis zum 18. Juli diskutiert und per Daumen nach oben unterstützt werden. Es handelt sich dabei um ein Beteiligungsverfahren, was bedeutet, dass die Stadtverordneten letztlich entscheiden, welche Vorschläge umgesetzt werden. Das ist wichtig zu wissen, denn auch wenn die Ideen wertvolle Anregungen sind, sind sie keine bindenden Budgetentscheidungen.

Finanzielle Herausforderungen und Bürgerbeteiligung

Die Stadt steht vor finanziellen Herausforderungen: Ein Defizit von rund 33,4 Millionen Euro wird für das Jahr 2026 prognostiziert. Bürgermeister Burkhard Exner hat dies in einem Bericht angesprochen. Ziel ist es, tragfähige Lösungen zu finden, um die Haushaltslage zu stabilisieren. Das macht die Bürgerbeteiligung umso wichtiger. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel und Dr. Hagen Wegewitz, der Vorsitzende der Stadtverordneten, betonen, dass die Ideen der Bürgerinnen und Bürger für die Stadt von großer Bedeutung sind. Schließlich geht es darum, gemeinsam Wege aus der finanziellen Schieflage zu finden.

Eine Vielzahl der Vorschläge, die bereits eingegangen sind, befasst sich mit potenziellen Einnahmeerhöhungen und Sparmaßnahmen. Hierbei sind einige Vorschläge besonders bemerkenswert: Ein Bußgeldkatalog für Vermüllung, zusätzliche Blitzer, und sogar eine Strafgebühr für versäumte Bürgerservice-Termine stehen zur Diskussion. Auch höhere Steuern für Hunde und Zweitwohnsitze sind unter den Ideen. Das zeigt, dass die Potsdamer auch an der finanziellen Seite der Stadt interessiert sind und bereit sind, über Lösungen nachzudenken.

Wie geht’s weiter?

Die nächsten Schritte sind klar: Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft werden die eingereichten Ideen an drei Terminen – am 14., 21. und 28. Juli – im Bildungsforum prüfen. Hier haben alle die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen. Wer möchte, kann sogar im Redaktionsteam mitarbeiten. Anmeldungen dafür sind bis zum 3. Juli möglich. Wer nicht dabei sein kann, braucht sich aber nicht zu sorgen – die Stadt stellt Informationen zur aktuellen Haushaltslage online bereit.

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Die 20 wichtigsten Vorschläge werden Ende des Jahres an die Stadtverordnetenversammlung übergeben und haben die Chance, im Doppelhaushalt 2027/28 berücksichtigt zu werden. Das ist ein echter Anreiz für die Bürgerinnen und Bürger, sich zu engagieren und ihre Ideen einzubringen – schließlich geht es um ihre Stadt! Die Einladung zur Teilnahme wurde bereits an rund 7.000 Potsdamer per Post verschickt, und es sind auch Infostände in verschiedenen Stadtteilen geplant, um noch mehr Menschen zu erreichen.

Insgesamt ist der Bürgerhaushalt eine hervorragende Möglichkeit für die Potsdamerinnen und Potsdamer, aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuwirken. Es bleibt spannend zu sehen, welche Ideen am Ende den Sprung in den Haushalt schaffen werden, und wie sich die Stadt mit der Unterstützung ihrer Bürger weiterentwickeln kann.

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