In der Uckermark tut sich was – und das nicht nur in den schönen Landschaften und kleinen Städten. Der Kreistag hat jetzt einen bedeutenden Schritt beschlossen, um das kulturelle Leben in der Region weiter zu fördern. Im Jahr 2027 werden insgesamt 135.000 Euro an die Mittelzentren Prenzlau, Templin und Angermünde fließen. Das sind jeweils 45.000 Euro, die dazu dienen sollen, kulturelle Einrichtungen zu unterstützen. Diese Entscheidung wurde angesichts der zahlreichen Herausforderungen, mit denen der Landkreis konfrontiert ist, getroffen – sei es die Klinikrettung, der öffentliche Nahverkehr oder die Finanzierung von Kitas. Ein ganz schön voller Tisch! Nordkurier berichtet darüber.

Seit 2018 gibt es diese jährliche Unterstützung, die den Städten helfen soll, Personal- und Betriebskosten zu decken. Darüber hinaus sollen die Mittel auch dazu beitragen, die steigenden Kosten abzufedern, sodass mehr Raum für neue Projekte entsteht. In Prenzlau fließen die Gelder beispielsweise an das Dominikanerkloster, in Angermünde wird das neue Museum gefördert und in Templin kommt das MKC in den Genuss dieser Mittel. Das klingt doch nach einer super Sache, oder?

Diskussion im Kreistag

Doch die Verteilung der Mittel ist nicht ohne Diskussionen geblieben. Frank Bretsch schlug vor, die Gelder zunächst nur für ein Jahr zuzusichern und 2028 neu zu bewerten. Das fanden nicht alle gut. Luca-Phillip Piwodda (CDU/BLR/FDP/PdF) kritisierte die Verteilung als ungerecht und forderte eine Zweckbindung. Klaus-Martin Bastert von der AfD stimmte ihm zu und wollte separate Abstimmungen für jedes Mittelzentrum. Auf der anderen Seite warnte Mike Bischoff (SPD) vor einer strengen Zweckbindung, denn kulturelle Projekte benötigen oft einen langen Vorlauf – und wer kennt das nicht? Manchmal braucht Kreativität einfach Zeit.

Am Ende entschied sich die Mehrheit des Kreistags gegen die Vorschläge von Piwodda und Bastert und beschloss, die 135.000 Euro für 2027 bereitzustellen, allerdings unter dem Vorbehalt der Haushaltssatzung. Ein spannendes Hin und Her, das zeigt, wie wichtig die kulturelle Förderung in der Uckermark ist.

Kulturelle Vielfalt fördern

Der Landkreis Uckermark hat nicht nur die Mittelzentren im Blick. Er fördert auch kulturell und künstlerisch tätige Vereine, Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen. Ziel dieser Förderung ist es, das kulturelle Leben in der Uckermark aktiv mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Anträge für die Förderung müssen bis zum 01.10. für das folgende Haushaltsjahr beim Fachamt vorliegen. Dabei ist der Posteingang entscheidend für die Fristwahrung. Außerdem müssen vollständige Anträge einen Finanzierungsplan und eine Stellungnahme der zuständigen Gemeinde enthalten. Ein bisschen bürokratische Hürden gibt’s immer, oder?

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Die Förderanträge sind vielfältig: Es gibt Formulare für nicht-investive Maßnahmen, wie kulturelle Veranstaltungen, und für investive Maßnahmen, beispielsweise zur Herausgabe von Publikationen. Aber aufgepasst! Zuwendungsfähig sind nur Vorhaben, die noch nicht begonnen haben. Das bedeutet, dass man sich gut überlegen sollte, wann man den Antrag stellt. Ein gewisses wirtschaftliches Risiko bleibt dabei immer beim Antragsteller.

Ein Blick in die Zukunft

Die kulturelle Förderung in der Uckermark ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung der Region. Durch die Unterstützung können neue Ideen und Projekte entstehen, die das kulturelle Leben bereichern. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Diskussionen im Kreistag weiterentwickeln und welche Projekte in den kommenden Jahren realisiert werden. Wer mehr Informationen zu den Fördermöglichkeiten sucht, kann sich auf dieser Seite umschauen.

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