Am 25. April 2026 wurde die neue Attraktion, die „grüne Oase“, am Kirchplatz in Weilheim feierlich eröffnet. Mit dieser Initiative soll der wenig grüne Kirchplatz in ein blühendes Areal verwandelt werden, um den Herausforderungen durch Hitze und Starkregen entgegenzuwirken. Die Idee für dieses Projekt entstand während einer Planungsrunde zum Weilheimer Klimafrühling und wurde von Andreas Kergl von der Sparkasse Oberland sowie Joachim Michel von der Weilheimer Agenda 21 initiiert. Unterstützung erhielt das Team von den städtischen Klimaschutzmanagerinnen Katharina Segerer und Angelika Baur.
Im Rahmen der Umgestaltung wurden 150 Paletten in kreative Sitzmöbel, Beete und einen Sandkasten umgebaut. Architekt Andreas Hellebrandt vom Technischen Hilfswerk (THW) schlug vor, den Verlauf des Stadtbachs mit den Palettenmöbeln nachzuzeichnen. Rund 20 Helfer aus THW und Sparkasse packten tatkräftig mit an, um die Möbel und Beete zu erstellen und Materialien wie Sand, Substrat und Kies heranzuschaffen. Gepflanzt wurden 150 Stauden sowie 22 mittelgroße und fünf große Gehölze, alles heimische Pflanzen, die Trockenheit und Hitze gut vertragen. Die Pflanzenplanung wurde von dem Naturgärtner Franz Straubinger übernommen. Die Oase wird bis mindestens 13. September 2026 bestehen und die Kosten, die sich im fünfstelligen Bereich bewegen, werden größtenteils von der Sparkasse und staatlichen Fördermitteln getragen.
Förderprogramm „Stadtgrün“
Die Stadt Weilheim hat darüber hinaus das Förderprogramm „Stadtgrün“ ins Leben gerufen, um die Begrünung von Gebäuden zu unterstützen. Ziel ist es, die Anzahl von grünen Dächern, lebendigen Fassaden und offenen Höfen zu erhöhen, was zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Die Begrünung bietet zahlreiche Vorteile: Sie reduziert die Innentemperaturen im Sommer, sorgt für natürliche Wärmedämmung im Winter und hilft, Lärm, Schmutz sowie Feinstaub zu absorbieren. Außerdem verlängert sie die Lebensdauer von Dächern.
Unterstützt werden verschiedene Maßnahmen, darunter Planungskosten für qualifizierte Planung, Dach- und Fassadenbegrünungen sowie die gärtnerische Gestaltung von Freiflächen. Förderfähig sind bis zu 30% der Kosten, maximal jedoch 1.000 Euro pro Gebäude. Auch die Rückbau- und Entsorgungskosten für die Entsiegelung von Flächen oder Schottergärten können gefördert werden. Offene, begrünte Flächen tragen nicht nur zur Reduzierung der Wärmeaufnahme bei, sondern verbessern auch die Verdunstungskühlung und erhöhen die biologische Vielfalt in der Stadt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Eröffnung der „grünen Oase“ im Rahmen des Zukunftsfests ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Stadtentwicklung in Weilheim. Es zeigt, wie gemeinschaftliche Anstrengungen und innovative Ideen zur Schaffung lebenswerter Räume beitragen können. Die Initiatoren und Unterstützer hoffen, dass dieses Modell auch in anderen Städten Nachahmer findet und zur Vorbildfunktion im Klimaschutz beiträgt.
Für weitere Informationen zu den Förderprogrammen der Stadt Weilheim stehen Ansprechpartner wie die Klimaschutzmanagerin Angelika Baur zur Verfügung. Zudem können Bürgerinnen und Bürger eine kostenlose Erstberatung durch Begrünungsexperten in Anspruch nehmen. Dies könnte eine wertvolle Unterstützung sein, um die eigenen Grundstücke und Gebäude ökologisch nachhaltiger zu gestalten.