Heute ist der 21.04.2026 und in Bremen stehen bedeutende Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur an. Der Bremer Senat hat beschlossen, fast 10 Millionen Euro für verschiedene Verkehrsprojekte bereitzustellen. Diese Maßnahmen zielen nicht nur darauf ab, die Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr zu verbessern, sondern auch auf die Förderung einer umweltfreundlicheren Mobilität.
Ein zentrales Vorhaben ist der nächste Bauabschnitt der Radpremium-Route zwischen der Bremerhavener Straße und der Hansestraße, für den 5,2 Millionen Euro eingeplant sind. Dieser Bauabschnitt wird eine zentrale Lücke im Premiumroutennetz schließen und die Radverbindungen erheblich verbessern. Zudem wird ein großer Teil der Investitionssumme in neue Haltestellen für die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) fließen, um den Zugang für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu erleichtern.
Finanzierung und Maßnahmen
Die Gesamtinvestition von 9,7 Millionen Euro setzt sich aus verschiedenen Quellen zusammen: 8,5 Millionen Euro stammen aus dem bremischen Anteil am Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz, während knapp 1,2 Millionen Euro aus dem bremischen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität kommen. Diese Mittel werden für drei wesentliche Maßnahmen verwendet:
- Ersatzneubau der Bürgermeister-Smidt-Brücke (2,0 Millionen Euro): Diese wichtige Weserquerung verbindet die Innenstadt mit der Neustadt und erfordert vorbereitende Untersuchungen wie Sonar-Aufnahmen und Laserscans.
- Barrierefreie Haltestellen (2,5 Millionen Euro): Hierbei handelt es sich um den Umbau von Bushaltestellen, um den Zugang für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu verbessern. Die Maßnahmen werden in vier Bremer Regionen umgesetzt: Bremer Osten, GVZ, Bremen-Mitte und Bremen-Nord.
- Radpremiumroute D15, 2. Bauabschnitt Steffensweg (5,2 Millionen Euro): Diese Maßnahme wird nicht nur die Radverbindungen verbessern, sondern auch die Straßenlärmbelastung reduzieren und barrierefreie Querungsstellen schaffen.
Ein Schritt in die richtige Richtung
Die aktuellen Investitionen sind Teil eines größeren Plans, der am 9. Dezember 2025 im Rahmen des Investitionssofortprogramms beschlossen wurde. Ziel ist es, die Verkehrsinfrastruktur in Bremen zu verbessern und somit die Lebensqualität der Bürger zu erhöhen. Dies steht im Einklang mit dem „Gesetz zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“, das bereits 2003 in Bremen erlassen wurde. Dieses Gesetz fordert Barrierefreiheit bei Um- und Erweiterungsbauten im öffentlichen Raum und hat die Schaffung einer ressortübergreifenden Arbeitsgruppe zur Neufassung der Richtlinie zur barrierefreien Gestaltung zur Folge gehabt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bremen mit diesen Investitionen einen wichtigen Schritt in Richtung einer inklusiveren und umweltfreundlicheren Verkehrsinfrastruktur geht. Der Senat legt dabei besonderen Wert auf die Barrierefreiheit, um sicherzustellen, dass alle Bürger, unabhängig von ihren Fähigkeiten, Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln haben. Weitere Informationen finden Sie in der detaillierten Pressemitteilung des Senats unter diesem Link und den Informationen zur Verkehrsfinanzierung unter diesem Link.