Im Rahmen eines spannenden Projekts wird der Bürgerpark hinter dem Schwimmbad „De Bütt“ in Hürth-Hermülheim aufgewertet. Der erste Spatenstich für die neue Skateanlage wurde am 15. April 2026 gesetzt und zeigt, dass die Stadt auf die Wünsche junger Menschen und Skatebegeisterter reagiert. In einem partizipativen Prozess, der aus dem Kinder- und Jugendforum der Stadt Hürth hervorging, forderten Jugendliche eine größere, zeitgemäße Skateranlage, die nun bald Realität werden soll. Die neue Anlage wird eine beeindruckende Fahrfläche von rund 700 Quadratmetern umfassen und ist für Anfang September 2026 geplant.
Die bestehende Skateanlage, die im Frühjahr 2022 aufgrund von Vandalismusschäden gesperrt wurde, war vier Jahre lang ein Dorn im Auge der Hürther Skatefans. Zunächst fehlten Geldmittel, später Personal und Ersatzteile, um den Bau voranzutreiben. Nun wird für insgesamt etwa 480.000 Euro in die neue Skateanlage investiert, die sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Skater ansprechen soll.
Ein modernes Konzept für alle Nutzer
Die Planung der neuen Skateanlage erfolgt unter Einbeziehung der zukünftigen Nutzer. Bürgermeister Dirk Breuer hebt die Bedeutung der Nutzerbeteiligung hervor. Der neue Skatepark wird in zwei Bereiche unterteilt: Der südliche Teil ist für große Sprünge und schnelle Tricks ausgelegt, während der nördliche Bereich für Street-Skateboarding konzipiert ist und sich am urbanen Straßenbild orientiert. Quer verlaufende Fahrwege verbinden beide Bereiche und ermöglichen einen durchgehenden Fahrfluss ohne Absetzen des Sportgeräts. Das Konzept der Anlage, die als „Flowpark“ gestaltet wird, bietet somit optimale Bedingungen für alle Skatebegeisterten.
Zusätzlich wird das Umfeld des Bürgerparks aufgewertet. Geplant sind Baumneupflanzungen, die Ertüchtigung der Wege und zusätzliche Sitzgelegenheiten, um die Aufenthaltsqualität für Sportler und Besucher zu verbessern. Die ausführende Firma „Yamato Living Ramps“ aus Hannover, die auf Skateparks spezialisiert ist, wird die Skateanlage realisieren. Handarbeit und individuelles Können fließen in den Bau ein, wobei der Beton von Hand geglättet wird. Erste Arbeiten sind bereits im Gange, was durch sichtbare Erdhügel und Bagger belegt wird.
Ein Vorbild für die Jugendbeteiligung
Die Entwicklung des Skateparks in Hürth ist ein Beispiel dafür, wie wichtig die Einbindung junger Menschen in städtische Entscheidungen ist. Ähnlich wie in Remseck, wo ein neuer Skatepark im Jahr 2024 eingeweiht wurde, haben die Jugendlichen in Hürth ihre Wünsche und Ideen in Workshops eingebracht. Dort wurde das Projekt ebenfalls durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen, Stadtverwaltung und Planern schnell umgesetzt. Solche Initiativen zeigen, dass die Stimme der Jugend gehört wird und dass sie aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes teilnehmen können.
Die Fertigstellung des neuen Skateparks in Hürth wird mit großer Vorfreude erwartet. Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Möglichkeiten sowohl für Anfänger als auch für Profis ein Ort der Kreativität und Gemeinschaft schaffen werden. Weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt finden Sie in dem Artikel der Rheinischen Anzeigenblätter sowie in der Rundschau Online.