Am Samstag, den 25. April, wird in Findorff nach einer dreijährigen Pause das Torfhafenfest gefeiert. Von 15 bis 20 Uhr erwartet die Besucher ein buntes Programm mit maritimen Aktionen, kulturellen Darbietungen und kulinarischen Köstlichkeiten. Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen der historischen Verbindung zwischen den Moorbauern und der Hansestadt Bremen.

Ein Highlight des Festes ist die Torfkahnflotte des Kulturlandes Teufelsmoor, die um 7:45 Uhr in Worpswede ablegt und gegen 17 Uhr in Findorff ankommt. Bürgermeister Andreas Bovenschulte wird die Armada anführen, die an diesem Tag das historische Erbe der Region lebendig werden lässt. In der Blütezeit des Torfabbaus, zwischen 1826 und dem frühen 20. Jahrhundert, legten täglich bis zu 300 Kähne im Findorffer Hafen an.

Ein buntes Programm für Groß und Klein

Ab 15 Uhr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Der Bremen-Vier-Moderator Roland Kanwicher wird durch die Veranstaltung führen. Zu den Aktivitäten gehören „Kennenlernfahrten“ auf dem Torfkanal zwischen 15 und 17 Uhr, musikalische Unterhaltung durch Jonny Glut und den Neustädter Shantychor sowie Bastelangebote für Kinder, bei denen Torfkahn-Modelle gestaltet werden können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, am Moorbauern-Boßeln teilzunehmen.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt. Die gastronomischen Angebote reichen von Backfisch und Bratwurst über vegane Mahlzeiten bis hin zu traditionellen Leckereien wie Moorbauern-Kuchen und dem regionalen Moorbier „Jan Torf“. Informationsstände bieten spannende Einblicke in die Geschichte der Moorkolonisation und die ökologische Bedeutung des Moors.

Rückfahrt und Anreise

Die Rückfahrt der Torfkähne erfolgt am Sonntag, den 26. April, um 8 Uhr, mit Ankunft in Ritterhude gegen 15 Uhr. Da die Parkplätze am Torfhafen begrenzt sind, empfiehlt es sich, mit dem Fahrrad oder den BSAG-Buslinien 26 und 27 anzureisen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Historischer Kontext der Moorkolonisation

Die Moorkolonisation in der Region hat eine spannende Geschichte, die in der zweiten Auflage der Publikation „Den eersten sien Dot, den tweeten sien Not …“ von Dr. Horst Rössler thematisiert wird. Diese umfassende Betrachtung des Themas zeigt die Lebensbedingungen der Siedler und die staatlich organisierte Moorkolonisation im Elbe-Weser-Dreieck von 1750 bis 1890 auf. Rössler untersucht die Rolle von Jürgen Christian Findorff, dem „Vater aller Moorbauern“, und beleuchtet, wie die Siedler in primitiven, kalten und feuchten Wohnhütten lebten, während sie Ackerbau, Viehzucht und Torfabbau betrieben. Die Publikation, die zahlreiche Quellen aus regionalen Archiven enthält, ist für 9,90 Euro im Bachmann-Museum und im Buchhandel erhältlich.

Für weitere Informationen und Details zum Fest besuchen Sie bitte die Quelle.