In Gröpelingen gibt es spannende Neuigkeiten, die die Gesundheitsversorgung in diesem Stadtteil nachhaltig verändern könnten. Das Lokale integrierte Gesundheitszentrum für alle, besser bekannt als Liga, plant bis Ende 2027 den Umzug in ein umgebautes Gebäude beim Ohlenhof 14. Diese Entwicklung ist ein wichtiger Schritt, denn hier sollen künftig zahlreiche Gesundheitsdienste unter einem Dach vereint werden. Am 20. Mai wurde ein Antrag auf 1,8 Millionen Euro Fördermittel gestellt, um die nötigen finanziellen Mittel zu sichern. Weitere 2,8 Millionen Euro sollen durch Darlehen und Kredite aufgebracht werden. Ein Kaufvertrag für das Grundstück ist bereits unterzeichnet worden, und die ersten Abbrucharbeiten sind für den Herbst dieses Jahres vorgesehen. Die Entscheidung des Senats über die Fördermittelzahlung wird Anfang Juni erwartet.

Aktuell ist die Liga in den Räumlichkeiten der evangelischen Gemeinde Gröpelingen und Oslebshausen an der Lindenhofstraße 18 untergebracht. Das Gesundheitszentrum wird künftig Empfangstresen, ein Hebammenzentrum, ein Gesundheitsamt, eine Caritas-Frühberatungsstelle, einen Awo-ambulant-Pflegedienst sowie eine Arztpraxis bieten. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung in Gröpelingen umfassend zu verbessern. Der Stadtteil hat schließlich eine niedrigere Lebenserwartung als andere, und es ist höchste Zeit, Gesundheit neu zu denken. Eine gesicherte Entwicklungsperspektive für die Gesundheitsinfrastruktur ist daher unerlässlich, wie auch von den Ortspolitikern gefordert.

Ein Schritt in die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Die Gründung des Gesundheitszentrums erreicht einen weiteren Meilenstein. In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Bremen e. V. haben die Partner einen Trägerverein ins Leben gerufen. Die Liga wird nicht nur allgemeine medizinische Versorgung anbieten, sondern auch Präventionsmaßnahmen, Gesundheitsförderung und Sozialberatung. Die Idee für die Liga entstand während der dritten Bremer Armutskonferenz im Februar 2018, und sie zielt darauf ab, den Menschen in Gröpelingen eine umfassende Hilfeleistung „aus einer Hand“ zu bieten. Das ist besonders wichtig in einem Stadtteil, der mit vielfältigen Problemlagen zu kämpfen hat.

Das interdisziplinäre Team der Liga wird räumliche Nähe und abgestimmte Prozesse nutzen, um eine kontinuierliche Kommunikation zu gewährleisten. Die geplante Fläche des umgebauten Gebäudes umfasst etwa 1400 Quadratmeter. Es ist ein ambitioniertes Vorhaben, das auch auf die Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems reagiert. Denn die Gesundheit und Krankheit sind nicht nur persönliche Angelegenheiten, sondern hängen von zahlreichen gesellschaftlichen und politischen Einflussfaktoren ab. In Deutschland ist das Gesundheitssystem föderal organisiert, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Wichtig ist, dass die Bevölkerung Zugang zu den nötigen Dienstleistungen erhält, auch in einem Stadtteil wie Gröpelingen.

Die Liga hat das Potenzial, eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung zu spielen, indem sie nicht nur medizinische Dienstleistungen bereitstellt, sondern auch auf die sozialen Bedürfnisse der Menschen eingeht. Dies könnte eine positive Wende in der Gesundheitsversorgung für die Bewohner des Stadtteils darstellen. Mit der Unterstützung der lokalen Politik und der Kooperationspartner wird die Liga hoffentlich ein Ort, an dem Gesundheit ganzheitlich gedacht und gefördert wird. Die Vorfreude auf das neue Gesundheitszentrum ist bereits jetzt spürbar, auch wenn der Weg dorthin noch viele Herausforderungen bereithält.

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