In Ritterhude wird die Fahrradfreundlichkeit großgeschrieben! Der Bunkenburgsweg, der künftig als erste Fahrradstraße der Gemeinde fungieren soll, wird derzeit umfassend ausgebaut. Und das hat es in sich: Der Ausbau umfasst nicht nur eine neue Asphaltdecke, sondern auch barrierefreie Wege, die es ermöglichen, dass sich Radfahrer und Fußgänger sicher und bequem bewegen können. Die Bauarbeiten, die nach einer zweimonatigen Unterbrechung durch den strengen Winter im Herbst und Winter wieder aufgenommen wurden, sind ein Teil des Radförderkonzepts der Gemeinde, das 2021 ins Leben gerufen wurde.

Aktuell läuft der erste Bauabschnitt, dessen Kosten sich auf über 980.000 Euro belaufen. Dieser Abschnitt soll bis zum 31. August 2023 abgeschlossen sein, während der zweite Teil des ersten Bauabschnitts voraussichtlich Anfang Juni 2023 fertiggestellt wird. Die Fahrbahn wird von 6,50-7 Metern auf knapp 5 Meter verengt, was den Radfahrern mehr Platz geben soll. Autofahrer müssen sich darauf einstellen, dass sie besondere Rücksicht auf Radfahrer nehmen müssen, denn auf der neuen Fahrradstraße gilt ein Tempolimit von 30 km/h. Fahrräder dürfen zudem nebeneinander fahren, was das Fahren in der Gruppe erleichtert.

Wichtige Einrichtungen im Blick

Der Bunkenburgsweg verläuft von der Bundesstraße 74 bis zur Straße An der Untermühle und erschließt zentrale Einrichtungen wie Kindergarten, Schule, Schwimmbad und Sportplatz. Das ist nicht nur praktisch, sondern macht den Weg auch besonders attraktiv für Familien und junge Menschen. Am vergangenen Mittwoch fand eine Informationsveranstaltung für Anwohner statt, bei der über den Stand der Kanalsanierung und das Konzept der Fahrradstraße informiert wurde. Rund 70 Interessierte, darunter auch Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter von Hansewasser, waren anwesend – das zeigt, wie wichtig das Thema für die Gemeinde ist.

Die weiteren Bauabschnitte sind bereits in Planung. Fördermittel dafür wurden beantragt, stehen aber noch aus. Eine Ausschreibung für die Bauabschnitte zwei und drei ist für den Sommer 2023 vorgesehen, abhängig von der Förderbewilligung. Es bleibt also spannend, wie es weitergeht.

Radverkehr als Beitrag zum Klimaschutz

Der Ausbau von Fahrradstraßen ist nicht nur ein lokalpolitisches Thema, sondern hat auch eine große Bedeutung für die Umwelt. Der Radverkehr trägt zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bei, und Radfahren fördert zudem die Gesundheit. Kinder und Jugendliche entwickeln durch das Radfahren wichtige Fähigkeiten für die sichere Teilnahme am Straßenverkehr. In Deutschland machen Rad- und Fußverkehr zusammen 37 % aller Wege aus.

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Das Bundesministerium für Verkehr fördert den Radverkehr auf verschiedene Weise. Ab 2026 wird die Förderung des Rad- und Fußverkehrs aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert. Diese Programme umfassen nicht nur den Bau von Radwegen, sondern auch Projekte zur Förderung der aktiven Mobilität. Eine umfassende Unterstützung, die für viele Gemeinden – wie auch Ritterhude – von Bedeutung ist.

Der Bunkenburgsweg zeigt, wie wichtig es ist, den Radverkehr zu fördern und sicherer zu gestalten. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Schritte die Gemeinde unternehmen wird, um ihre Radinfrastruktur weiter auszubauen. Die ersten Schritte sind vielversprechend, und die Anwohner können sich auf eine radfreundliche Zukunft freuen!

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