Die Stadtwerke Osterholz haben 2022 kräftig in die Zukunft investiert. Mit rund 11,2 Millionen Euro flossen die Mittel in Infrastruktur, Digitalisierung und Projekte zur Energiewende. Das ist über drei Millionen Euro mehr als für das Jahr 2024 geplant. Die Bilanzsumme der Stadtwerke stieg auf über 120 Millionen Euro, was zeigt, dass hier wirklich etwas in Bewegung ist. Gleichzeitig gab es aber auch Rückschläge: Die Umsatzerlöse sanken um mehr als sechs Millionen Euro, bedingt durch Witterungseinflüsse und fallende Preise nach dem Anstieg in den letzten Jahren. Man kann sich vorstellen, dass die Stadtwerke sich in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Investitionen und den Herausforderungen der aktuellen Marktlage befinden.

Besonders bemerkenswert ist die kommunale Wärmeplanung, die für die Gemeinden Lilienthal, Ritterhude und Osterholz-Scharmbeck abgeschlossen wurde. 90 Prozent der Wärmeversorgung im Landkreis basiert noch auf fossilen Energieträgern – ein Umstand, der dringend geändert werden muss. Im Neubaugebiet Windhornsfeld in Hambergen wird jedoch ein Lichtblick sichtbar: Dort entsteht eine klimafreundliche kalte Nahwärmeversorgung für 30 Grundstücke, das Projekt wird von den Stadtwerken und der Volksbank Osterholz Bremervörde gemeinsam realisiert.

Energiezukunft und Herausforderungen

Die Stadtwerke stehen vor großen Herausforderungen. Das Tempo der Veränderungen in der Energiebranche ist hoch, und der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die steigenden Anforderungen an die Netzinfrastruktur sorgen für ordentlich Druck. Das Ziel klingt ambitioniert: Bis 2040 soll die Wärmeversorgung durch dezentrale Ansätze, Photovoltaik und Wärmenetze umgekehrt werden. Eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen und EWE Netz ist dabei unerlässlich. Interessanterweise haben die Stadtwerke in der Region einen Marktanteil von über 75 Prozent in Strom und Gas und versorgen etwa 65.000 Einwohner mit Trinkwasser, Gas und Strom. Das ist schon eine beeindruckende Verantwortung!

Die bevorstehenden gesetzlichen Änderungen in Deutschland könnten für die Stadtwerke sowohl Herausforderung als auch Chance darstellen. Ein neues Wärmeplanungsgesetz, das am 1. Januar 2024 in Kraft tritt, gibt den Kommunen die rechtliche Grundlage für eine flächendeckende Wärmeplanung. Es sieht vor, dass bis 2040 mindestens 80 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien oder Abwärme stammen sollen. Mit einem klaren Fokus auf klimafreundliche Lösungen, könnte dies der entscheidende Anstoß für die Stadtwerke sein, ihre Pläne und Projekte energisch voranzutreiben.

Ein Blick in die Zukunft

Aktuell heizen in Deutschland rund 80 Prozent der Haushalte mit fossilen Brennstoffen. Das sind alarmierende Zahlen! Fast jeder zweite der 41 Millionen Haushalte nutzt Gas, und jeder vierte Heizung mit Öl. Die Preisanstiege in den letzten Jahren haben die Heizkosten stark erhöht. Daher wird eine strategische Planung durch die Kommunen zur Wärmeversorgung immer dringlicher. Das neue Gesetz fördert nicht nur die Erstellung von Wärmeplänen, sondern auch die Einführung von Wasserstoffnetzen als zukünftige Wärmeversorgungsoption.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Abwärme eines Stahlwerks an der deutsch-französischen Grenze soll ab 2027 Haushalte versorgen, während an der deutsch-polnischen Grenze bis 2030 eine klimaneutrale Fernwärmeerzeugung geplant ist. Diese Entwicklungen zeigen, dass ein Umdenken stattfindet und die Weichen für eine nachhaltigere Zukunft gestellt werden. Für die Stadtwerke in Osterholz wird es entscheidend sein, die Chancen, die sich aus diesen Veränderungen ergeben, zu ergreifen und aktiv an der Umsetzung zu arbeiten. Schließlich ist die Wärmeversorgung in Deutschland nicht nur eine Frage der Energie, sondern auch des Klimaschutzes.

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 neu entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.