Im Landkreis Osterholz tut sich einiges, denn die Zukunft der Behindertenvertretung ist zurzeit ein heißes Thema. Michael Schumacher, der seit Juli 2023 als Behindertenbeauftragter fungiert, steht vor einer bedeutenden Wende. Nach vier Jahren im Amt wird er seine Funktion Ende Juni niederlegen. Sein Rückblick auf die vergangene Zeit wird am 4. Juni in einer öffentlichen Sitzung des Kreisbehindertenbeirats stattfinden. Hier wird er, inmitten von Regularien und Berichten, eine persönliche Bilanz ziehen und sicherlich auch den ein oder anderen spannenden Einblick in seine Arbeit geben.
Schumacher ist kein Unbekannter in der Region. Er hat Walter Dammann nach dessen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im Februar 2023 abgelöst. Als vierfacher Familienvater und aktives Mitglied in der Diakonie Osterholz-Scharmbeck bringt er viel Herzblut in seine Rolle ein. Sein Engagement für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen ist nicht nur ein Lippenbekenntnis. Er setzt sich für die Teilhabe in allen Lebensbereichen ein und hat dazu auch ganz praktische Pläne. So wird er Sprechtage einrichten, an denen Interessierte ohne Voranmeldung vorbeischauen können. Das klingt nach einer tollen Möglichkeit, um mit ihm ins Gespräch zu kommen!
Die Rolle des Behindertenbeauftragten
Die Aufgaben des Behindertenbeauftragten sind vielfältig. Er fungiert als Sprachrohr und Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen, setzt sich für Barrierefreiheit ein und ist auch Vorsitzender des Kreisbehindertenbeirats. In dieser Funktion ist er jeden Tag auf der Suche nach Lösungen und Verbesserungen für die Lebensqualität der Betroffenen. Der Beauftragte hat in der Regel eine Amtszeit von vier Jahren, die nun bald zu Ende geht. Es wird spannend sein zu sehen, wer Schumacher nachfolgen wird, zumal auch die derzeitige Vorsitzende des Caritasverbands, Karin Simon, plant, sich nach der Kommunalwahl am 31. Oktober zurückzuziehen.
Die nächste öffentliche Sitzung des Gremiums findet am 4. Juni um 16 Uhr im Kreishaus statt. Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Schumachers Bilanz, sondern auch Regularien und Berichte, die die aktuelle Lage und die Herausforderungen für Menschen mit Behinderung betreffen. Ein Blick auf diese Themen ist wichtig, denn sie spiegeln die Bedürfnisse und Sorgen der Betroffenen wider. Nach dem 31. Oktober wird sich der Kreisbehindertenbeirat neu konstituieren – ein weiterer Grund, warum die Sitzung von großer Bedeutung ist.
Bedeutung der kommunalen Behindertenbeauftragten
Kommunale Behindertenbeauftragte sind unverzichtbare Ansprechpartner, die eine wohnortnahe, unabhängige Beratung für Menschen mit Beeinträchtigungen bieten. Sie kümmern sich nicht nur um die Interessen der Menschen mit Behinderungen, sondern helfen auch, soziale Ausgrenzung zu verhindern. Besonders in Zeiten, in denen soziale Bedürfnisse immer dringlicher werden, sind sie eine wichtige Stütze für die Städte und Gemeinden. Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert daher die flächendeckende Einführung dieser Ämter, damit jeder Landkreis und jede Stadt einen Behindertenbeauftragten hat, der sich um die Belange der Menschen kümmern kann.
Mit einem umfassenden Aus- und Fortbildungsangebot unterstützen sie die kommunalen Behindertenbeauftragten und bereiten sie auf ihre Aufgaben vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand VdK-Mitglied ist oder nicht; die Angebote sind für alle zugänglich. So wird sichergestellt, dass die Beauftragten bestens vorbereitet sind, um die Herausforderungen in ihrem Bereich zu meistern.
Die Entwicklungen rund um die Behindertenvertretung in Osterholz zeigen, wie wichtig es ist, dass engagierte Personen wie Michael Schumacher an der Spitze stehen. Die anstehenden Veränderungen werden mit Sicherheit viel Gesprächsstoff bieten – nicht nur in der Sitzung, sondern auch in der gesamten Gemeinde. Wer weiß, vielleicht wird die nächste Amtsinhaberin oder der nächste Amtsinhaber die Weichen für eine noch inklusivere Zukunft stellen!
