Heute ist der 15.07.2026 und in Bremen spüren wir den Sommer in vollen Zügen. Bei Temperaturen, die oft in die Höhe schnellen, stellt sich für viele die Frage: Was ziehe ich ins Büro an? Passend dazu hat Linda Kaiser, die stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Knigge-Gesellschaft, in einem Interview spannende Einblicke gegeben. Sie spricht über die gesellschaftlichen Erwartungen, die an die Sommer-Outfits im Büro gestellt werden und betont, dass übermäßige Freizügigkeit auf keinen Fall der Weg sein sollte.

Die Wahl der richtigen Kleidung hängt stark von der jeweiligen Situation ab. Ein Anzug am Strand oder Strandkleidung im Büro – das geht gar nicht! Es gibt eine klare Liste von No-Go-Kleidungsstücken: Oberkörperfrei, kurze Hosen oder gar Badekleidung sind ein absolutes Tabu. Die Empfehlung lautet, beim Verlassen des Hauses ein T-Shirt und eine vernünftige Hose zu tragen. Übrigens, was genau ist eine kurze Hose? Das ist ein dehnbarer Begriff, der von unterhalb der Hüfte bis unterhalb des Knies reicht. Und je formeller der Anlass, desto mehr Kleidung sollte man tragen – eine einfache Regel, die immer gilt.

Rücksichtnahme und Dresscode

Ein weiterer wichtiger Punkt, den Kaiser anspricht, ist die Rücksichtnahme auf andere. Wenn man sich für das richtige Outfit entscheidet, sollte man immer auch die Kollegen im Blick haben. Flip-Flops und Badesandalen sind zwar bequem, gehören aber nicht auf die Straße – die sind für den Strand oder das Schwimmbad gedacht. Und auch die Füße sollten gepflegt sein; Hornhaut ist da ein echtes No-Go. Eine schöne Pediküre kann Wunder wirken!

Der Dresscode im Büro wird üblicherweise von der Führungskraft festgelegt. In vielen Unternehmen sind Krawatten mittlerweile eher selten, auch wenn die Diskussion darüber, ob sie notwendig sind, nicht mehr so aktuell scheint. Die Wahl der Materialien spielt ebenfalls eine Rolle. Luftige Stoffe wie Baumwolle und Leinen sind ideal, um auch an heißen Tagen angenehm gekleidet zu sein.

Branchen und Unternehmenskultur

Die Anforderungen an die Sommerkleidung variieren stark je nach Branche, Tätigkeit und Unternehmenskultur. In konservativen Umfeldern wie Banken oder Anwaltskanzleien sind Anzüge oder Kostüme Pflicht. Dagegen können in kreativen Berufen legere Kleidungsstile, wie T-Shirts und Shorts, durchaus akzeptabel sein. In solchen Fällen ist es wichtig, den Temperaturausgleich zu beachten – hier sind atmungsaktive Materialien wie Leinen und Baumwolle ein Muss. Helle Farben helfen zudem, Überhitzung zu vermeiden.

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Ein guter Kompromiss ist der sogenannte Business Casual-Look: Eine schicke Bluse zusammen mit Chinos oder ein knielanger Rock können sowohl stilvoll als auch bequem sein. Arbeitgeber haben das Recht, angemessene und diskriminierungsfreie Kleidungsrichtlinien aufzustellen, die zur Unternehmenskultur passen. In Deutschland müssen Arbeitnehmer über geltende Kleiderordnungen informiert werden, und es ist sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass Berufsbekleidung kostenlos bereitgestellt wird. Das ist in Österreich nicht ganz so klar geregelt, hier dürfen Kleidungsvorschriften die Menschenwürde nicht verletzen.

Und wenn du dir unsicher bist, welche Kleidung am Arbeitsplatz erwartet wird? Ganz einfach, frag einfach in deinem Unternehmen nach! Es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen, als sich unwohl zu fühlen. Und schließlich, das Wohlbefinden sollte immer im Vordergrund stehen – bequeme Kleidung ist entscheidend, besonders wenn die Temperaturen steigen. Vielleicht hilft auch ein Zwiebellook, um das Schwitzen zu vermeiden, und einfache Accessoires lenken nicht vom Wesentlichen ab.

Für weitere Informationen zu diesem Thema gibt es eine interessante Quelle: Buten un Binnen. Die Diskussion über angemessene Kleidung im Büro bleibt spannend und wird uns auch in Zukunft beschäftigen.

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