In Walle, einem Stadtteil von Bremen, wird die Zukunft der offenen Kinder- und Jugendarbeit gerade auf eine harte Probe gestellt. Die Stadt Bremen plant eine Änderung in der Finanzierung dieser wichtigen Einrichtungen, was zu einem echten Hilferuf aus der Ratze geführt hat. Einrichtungen wie die Ratze und das Freizi Haferkamp stehen vor der Möglichkeit, keine institutionelle Förderung mehr zu erhalten. Das wäre ein herber Schlag für die Jugendlichen und die gesamte Gemeinschaft!

Der Waller Beirat und die Ortspolitiker setzen sich nach Kräften für eine fortlaufende institutionelle Förderung ein. Am 28. Mai wird der Jugendhilfeausschuss über die neue Finanzierungssystematik beraten – ein Termin, den viele mit Spannung erwarten. Denn die Sanierung der Multifunktionsfläche beim Kinder- und Jugendhaus Ratze, die bereits in Eigenregie finanziert wird, soll bald abgeschlossen sein. Die Einweihung des frisch hergerichteten Bolzplatzes ist für den 9. Juni geplant, ein kleines Lichtblick inmitten der Sorgen.

Die Bedeutung der offenen Jugendarbeit

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist nicht nur ein Ort, an dem junge Menschen ihre Freizeit verbringen. Sie fördert die Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Hier werden Kompetenzen für soziale, kulturelle und politische Teilhabe erworben. Das ist wichtig – denn diese Fähigkeiten erlernt man nicht nur in der Schule, sondern auch in Gruppen mit Gleichaltrigen und durch außerschulische Bildungsangebote. Die Angebote orientieren sich an den Lebenswirklichkeiten der Jugendlichen, und das macht sie so wertvoll.

Sport, Politik, Kultur und internationale Jugendarbeit sind nur einige der Bereiche, die in der offenen Kinder- und Jugendarbeit abgedeckt werden. Die Freiwilligkeit und die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen, sind zentrale Elemente, die die Jugendlichen in ihrer Entwicklung unterstützen. Rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche sind in verschiedenen Jugendverbänden organisiert, die im Deutschen Bundesjugendring (DBJR) vernetzt sind. Solche Strukturen sind gerade in Zeiten wie diesen von unschätzbarem Wert.

Politische Unterstützung und Herausforderungen

Die neue Fördersystematik, die im August vom Jugendhilfeausschuss beschlossen wurde, könnte altbewährten Einrichtungen gefährlich nahekommen. Es besteht die große Gefahr, dass sie unter die Räder kommen, wenn sie nur noch Projektmittel erhalten. Das würde die Planungssicherheit erheblich verringern. Der Waller Beirat hat die Sozialsenatorin Claudia Schilling (SPD) aufgefordert, die institutionellen Förderungen für langjährig aktive Einrichtungen zu bewilligen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Ortspolitiker beim Sozialressort für die Einrichtungen erneut stark machen.

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Am 28. Mai um 15.30 Uhr findet die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Kwadrat, Wilhelm-Kaisen-Brücke 4, statt. Ob hier die Weichen für eine positive Wendung gestellt werden können? Das bleibt abzuwarten. Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft – und das sollte nicht in Frage gestellt werden. Sie unterstützt die jungen Menschen, damit sie zu demokratisch handelnden Bürgern heranwachsen. Ein Grund mehr, die Entwicklungen in Walle aufmerksam zu verfolgen!

Für weitere Informationen zu den Herausforderungen und der Bedeutung der Jugendarbeit in Deutschland, können Sie die ausführliche Darstellung auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachlesen.