Heute ist der 11.08.2025
Datum: 11.08.2025 – Source 1 (https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250811_OTS0079/wien-erzbischof-lackner-traf-bildungsminister-wiederkehr):
– Erzbischof Franz Lackner hat Bildungsminister Christoph Wiederkehr am Montagnachmittag besucht.
– Gesprächsinhalt: Rolle der religiösen Bildung im neuen Schulfach Demokratiebildung und Reform der Lehrerbildung.
– Beide betonen die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit im Bildungsbereich.
– Wiederkehr sieht sich und Lackner als „Verbündete vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung“.
– Frühere Gespräche fanden im April zwischen Bischof Wilhelm Krautwaschl und Schulamtsleiterin Andrea Pinz statt.
– Lackner betont die Investitionen in den Bildungsbereich und die Notwendigkeit staatlicher Anerkennung.
– Schulfach Demokratiebildung ist als Ergänzung zum Religionsunterricht gedacht.
– Wiederkehr begrüßt den Beitrag des Religionsunterrichts zur Wertebildung in der Gesellschaft.
– Reform der Lehrerbildung wird als Langzeitprojekt beschrieben, das behutsames Vorgehen erfordert.
– Kirchliche Pädagogische Hochschulen (KPH) sind wichtige Partner in diesem Prozess.
– Wiederkehr kündigt sein Kommen zur Eröffnung eines neuen Bildungscampus in Salzburg-Parsch im Oktober an.
– Der Bildungscampus wird für über 1.000 Kinder und Jugendliche ausgelegt.
– Wiederkehr hat 2009 am Borromäum maturiert und zeigt Interesse an der Neugestaltung der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP).
Source 2 (https://kphvie.ac.at/netzwerk-interreligiositaet/enquete-der-wiener-schulaemter-fuer-religion/thesen-zur-demokratiebildung.html):
– Frage: Können Religionen zur Demokratie beitragen, wenn sie selbst nicht demokratisch organisiert sind?
– Antwort: Ja, sie können Orientierung bieten, wie Menschen ein gutes Leben führen und Verantwortung übernehmen.
– Es gibt auch religiös begründete antidemokratische Entwicklungen, die zur kritischen Selbstreflexion herausfordern.
– Demokratien sind dynamisch und müssen ständig neu erlernt werden; Demokratie ist als Lebensform zu verstehen.
– Religion muss in demokratische Prozesse inkludiert werden, da sie für viele Menschen existenziell bedeutsam ist.
– Bildung als „Existenzprojekt“ sollte Religion nicht ausklammern, um ein Bewusstsein für andere und sich selbst zu schaffen.
– Religiöse Bildung bedeutet nicht, einen bestimmten Glauben zu fördern, sondern die Ausbildung religiöser Urteilskraft.
– Religiöse Bildung soll auch negative gesellschaftliche Entwicklungen analysieren und kritisieren.
– Humane Bildung und religiöse Bildung stehen in einem integrativen Verhältnis zueinander.
– Religionsunterricht hat die Aufgabe, religiöse Mündigkeit zu fördern und Schüler*innen auf den Umgang mit Pluralität vorzubereiten.
– Zentrale religiöse Fragen wie Sinn des Lebens sollen als Anfragen behandelt werden.
– Religionen sind nicht frei von menschenfeindlichen Entwicklungen und müssen kritisch hinterfragt werden.
– Unsicherheitstoleranz ist eine wichtige Kompetenz, die mit religiöser Bildung verbunden ist.
– Jonathan Sacks beschreibt Religion als ambivalent: Sie kann sowohl integrative als auch destruktive Kräfte entfalten.
– Religion kann zur Demokratie beitragen, indem sie Werte wie Respekt und Anerkennung fördert.
– Religion ist nicht die einzige Quelle für demokratische Werte, hat aber existenzielle Bedeutung für viele Menschen.
– Religion spielt eine elementare Rolle bei kultureller Prägung und Sinnstiftung.
– Bildungsprozesse sollten das Verständnis für unterschiedliche religiöse Perspektiven fördern, um soziale Spannungen zu vermeiden.
– Religionsunterricht an öffentlichen Schulen schafft eine Schnittstelle zwischen Staat und Religionsgemeinschaften.
– Religionsunterricht fördert die kritische Reflexion des eigenen Glaubens und den Respekt vor anderen Perspektiven.
– Religionen selbst sind Bildungsprozesse, die Menschen befähigen, die Welt zu verstehen.
– Es besteht die Herausforderung, Kontingenzsensibilität zu entwickeln und Unsicherheit als Bereicherung zu verstehen.
Source 3 (https://www.ekd.de/ekd-texte-134-religioese-bildung-demokratisch-handeln-57846.htm):
– Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat einen Text mit dem Titel „Demokratie, Bildung und Religion: Gesellschaftliche Veränderungen in Freiheit mitgestalten“ veröffentlicht.
– Der Text ermutigt kirchliche Bildungseinrichtungen, eigene Impulse in der demokratiebezogenen Bildungsarbeit zu setzen.
– Mögliche Impulse umfassen die Vermittlung kirchlicher Möglichkeiten zur Teilnahme an demokratischen Prozessen und die Befähigung, mit gesellschaftlichen Differenzen umzugehen.
– Die Kirche bietet verschiedene Formen der Öffentlichkeit, Lernorte und Erfahrungsräume.
– Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm betont im Vorwort, dass es für das Verständnis von Demokratie nicht ausreicht, nur die politischen Strukturen zu kennen.
– Er hebt hervor, dass der demokratische Umgang miteinander gelernt und die demokratische Kultur eingeübt werden muss.
– Bedford-Strohm verweist auf die Bedeutung der öffentlichen Begegnung für die Demokratie, besonders in der Corona-Krise.
– Der Text der EKD setzt die bisherigen Veröffentlichungen zur Demokratie unter der Bildungsperspektive fort.
– Der Text ist online abrufbar unter https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/ekd_texte_134_2020.pdf.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250811_OTS0079/wien-erzbischof-lackner-traf-bildungsminister-wiederkehr
https://kphvie.ac.at/netzwerk-interreligiositaet/enquete-der-wiener-schulaemter-fuer-religion/thesen-zur-demokratiebildung.html
https://www.ekd.de/ekd-texte-134-religioese-bildung-demokratisch-handeln-57846.htm
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