Gymnasium Vegesack gewinnt Bremer Sprachwettbewerb „Best Op Platt“
Heute ist der 20. Juni 2026, und in Vegesack gibt es Grund zur Freude! Das Gymnasium Vegesack hat beim diesjährigen Bremer Sprachwettbewerb „Best Op Platt“ den ersten Platz belegt. Ein toller Erfolg für die Schule, die sich mit viel Engagement für die plattdeutsche Sprache einsetzt. Die Auszeichnung wird im Rahmen eines Wettbewerbs verliehen, der Initiativen und Institutionen würdigt, die sich für die Förderung der plattdeutschen Sprache starkmachen. Die Details dazu finden sich hier.
Dies ist bereits die zweite Auflage des Wettbewerbs, der 2022 ins Leben gerufen wurde. Auch die anderen Teilnehmer konnten sich sehen lassen. Der zweite Platz ging an die Niederdeutsche Bühne Waterkant aus Bremerhaven, während sich die Grundschulen Schönebeck und Arsten den dritten Platz teilten. Ein spannendes Rennen, das zeigt, wie lebendig die plattdeutsche Kultur in der Region ist.
Ein Wettbewerb mit Tradition
Der Wettbewerb „Best Op Platt“ wird von der Bremischen Bürgerschaft und dem Länderzentrum für Niederdeutsch ausgerichtet. Er richtet sich an Einzelpersonen und Gruppen, die im Alltagsleben aktiv Plattdeutsch sprechen oder sichtbar machen. Die Form der Beiträge ist dabei völlig frei – sei es ein künstlerisches Projekt, ein Theaterstück, Musik oder sogar ein Stammtisch. Eine Jury wählt die besten Beiträge aus, die dann im Haus der Bürgerschaft präsentiert werden. Die Preisverleihung selbst wird von Parlamentspräsidentin Antje Grotheer durchgeführt, was dem Ganzen einen feierlichen Rahmen verleiht. Die Gewinner dürfen sich über Prämien in Höhe von 2.500 €, 1.500 € und 1.000 € freuen. Wer könnte da nicht ins Schwärmen geraten? Hier gibt es mehr Informationen dazu.
Zum Wettbewerb wurden auch Gratis-Postkarten verteilt, die zur Bekanntmachung des Events dienen. Das Ziel ist klar: Die plattdeutsche Sprache soll im öffentlichen Bewusstsein stärker verankert werden. Der Einsendeschluss für die Beiträge war der 22. Mai, und die Spannung steigt, wenn die besten Ideen und Projekte präsentiert werden.
Die Bedeutung der plattdeutschen Sprache
Im Norden Deutschlands ist die Zweisprachigkeit oft verborgen. Initiativen wie diese sind daher besonders wichtig, um Plattdeutsch sichtbar zu machen und der nächsten Generation näherzubringen. Es gibt bereits zahlreiche Projekte, die in der Broschüre „Plattdeutsch sichtbar machen“ vorgestellt werden. Beispiele sind zweisprachige Bahnhofsschilder in Brandenburg oder ein digitaler Stadtrundgang in Cloppenburg, Niedersachsen. Auch der plattdeutsche „Pottkaast“ auf Radio Sauerland in Nordrhein-Westfalen zeigt, wie vielfältig die Verwendung der Sprache sein kann. Für Interessierte gibt es die Broschüre hier.
Das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) hat mit Projekten wie dem Tonarchiv PLATO eine wertvolle Ressource geschaffen, um Plattdeutsch sichtbar und hörbar zu machen. Die Broschüre, die in Zusammenarbeit mit dem Bunnsraat för Nedderdüütsch und dem Niederdeutschsekretariat herausgegeben wird, zeigt, wie aktiv die Szene ist und wie viele Menschen sich für die plattdeutsche Sprache engagieren.
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