Mobilitätsgeld für Berufspendler: DGB fordert gerechte Entlastung
Heute ist der 12.06.2026 und in Hamburg-Nord sorgt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Nord für Aufsehen. Nach dem Ende des Tankrabatts Ende Juni wird ein Mobilitätsgeld gefordert, um Berufspendler zu entlasten. Die DGB-Nord-Vorsitzende Laura Pooth hat in einer Stellungnahme klargemacht, dass sich an den hohen Energiepreisen und den geopolitischen Spannungen, insbesondere dem Nahostkrieg, nichts geändert hat. Immer mehr Menschen sind auf das Auto angewiesen, besonders im ländlichen Raum, wo der öffentliche Nahverkehr oft nicht ausreicht.
Das Mobilitätsgeld soll unabhängig vom Einkommen und dem gewählten Verkehrsmittel gezahlt werden. Der Vorschlag sieht vor, dass der Betrag je Kilometer von der zu zahlenden Steuer abgezogen wird. In der aktuellen Diskussion wird das Mobilitätsgeld als Ersatz für die Pendlerpauschale ins Spiel gebracht. Denn die bestehende Pendlerpauschale, die 38 Cent pro Kilometer der einfachen Wegstrecke abdeckt, begünstigt vor allem gut verdienende Pendler, die lange Strecken zurücklegen müssen. Geringverdienende, die keine Einkommensteuer zahlen, gehen dabei leer aus.
Vorteile des Mobilitätsgeldes
Das Mobilitätsgeld könnte eine Verdopplung der bisherigen Pendlerpauschale für geringverdienende Steuerzahler bedeuten. Für Beschäftigte mit mittlerem Einkommen würde sich die Entlastung um 50 Prozent erhöhen. Pooth und der DGB argumentieren, dass das Mobilitätsgeld eine sofortige Entlastung bieten könnte, indem es direkt beim monatlichen Lohnsteuerabzug verrechnet wird. So könnten 17 Cent pro Kilometer sofort in die Rechnung einfließen und Geringverdienende tatsächlich profitieren.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass die Bundesregierung im Frühjahr 2025 einen „Direktauszahlungsmechanismus“ angekündigt hatte, jedoch wieder zurückgerudert ist. Das Mobilitätsgeld könnte auch als Zulage an Beschäftigte ohne Lohnsteuer ausgezahlt werden. Die Entfernung zwischen Betriebsstätte und Wohnadresse würde dabei maßgeblich für die Auszahlung sein. Das Ziel ist klar: Die ungerechte Wirkung der bisherigen Pendlerpauschale soll dauerhaft abgeschafft werden.
Reaktionen und Ausblick
Die Forderung nach einem Mobilitätsgeld kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Maßnahmen der Bundesregierung gegen den Energiepreisschock aufgrund des Iran-Kriegs haben zwar erste Schritte unternommen, doch die öffentliche Meinung zeigt sich unzufrieden. Viele Pendler fühlen sich von den hohen Kosten überrollt, und die bisherigen Entlastungen sind nicht ausreichend, um die gestiegenen Ausgaben zu decken.
Das Mobilitätsgeld könnte nicht nur eine kurzfristige Lösung bieten, sondern auch langfristig ein gerechteres System für alle Pendler schaffen. Es bleibt abzuwarten, wie die Diskussionen weitergehen werden und ob die politischen Entscheidungsträger bereit sind, sich auf diese neue Form der Unterstützung einzulassen. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre es auf jeden Fall!
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