In Hamburg-Nord stehen bedeutende Bauarbeiten an, die mit der Sanierung einer über 100 Jahre alten Uferwand an der Alster verbunden sind. Diese Wand, die auf Holzpfählen ruht, ist stark geschwächt und weist bereits Risse im Natursteinmauerwerk auf. Daher ist es nun notwendig, die alte Uferwand auf einer Länge von etwa 45 Metern abzubrechen, um Platz für eine neue, stabilere Konstruktion zu schaffen. Die neuen Stahlspundwände werden tief gegründet und in der gleichen Linienführung der alten Wand installiert. Um den Charme des alten Natursteins zu bewahren, wird die neue Wand mit dem vorhandenen Natursteinmauerwerk verkleidet, was sicher auch ein ästhetisches Highlight in der zukünftigen Gestaltung sein wird. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Bauarbeiten beginnen im Oktober 2026 und sollen bis etwa Juni 2027 abgeschlossen sein. Zuvor werden im Juli 2026 erste Maßnahmen zur Freimachung des Baufelds getroffen. Dabei wird die Vegetation zurückgeschnitten, was sicherlich ein gewisses Maß an Veränderungen in der Umgebung mit sich bringt. Um die Baumbilanz auszugleichen, werden Neupflanzungen durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) durchgeführt. Besonders interessant ist, dass die Arbeiten überwiegend von der Wasserseite aus erfolgen werden, sodass die Fahrrinne der Alster nicht komplett gesperrt wird. Für Kanufahrer und SUP-Begeisterte bleibt der Zugang über den Armin-Clasen-Stieg erhalten.

Umleitung und Verkehrsregelungen

Währen der Bauzeit wird der Fußweg entlang der Meenkbrücke, der in Richtung Eppendorfer Mühlenteich führt, für die Baustelleneinrichtung gesperrt. Um den Passanten dennoch eine sichere Überquerung zu ermöglichen, wird ein temporärer Zebrastreifen auf der gegenüberliegenden Straßenseite eingerichtet. Die Straße Meenkwiese wird an einem Tag komplett und halbseitig in Richtung Eppendorfer Mühlenteich temporär gesperrt. Dennoch soll der Verkehr auf dieser Straße größtenteils nicht eingeschränkt werden, was für die Anwohner und Pendler eine Erleichterung darstellt.

Erhalt des Natursteinmauerwerks

Der Fokus auf den Erhalt von Natursteinmauerwerk ist ein zentrales Element dieser Sanierung. Es gibt unterschiedliche Ansätze, wenn es um die Entscheidung zwischen Abriss und Erhalt von Mauerwerk geht. Das Unternehmen Ribas, das sich auf solche Sanierungen spezialisiert hat, setzt auf die Beherrschung traditioneller Mauerwerkstechniken sowie moderner Verfahren zur Mauerwerksertüchtigung. Es ist entscheidend, die DIN 1053-1 zu kennen, insbesondere den Teil über Natursteinmauerwerk, um die Vorgaben für die Leistungserbringung zu erfüllen. Besonders wichtig ist hierbei die Unterscheidung zwischen Trockenmauerwerk und Mauerwerk mit Mörtel, was für die Bearbeitung und die Sichtfläche eine Rolle spielt. Die Richtlinien geben auch Aufschluss über die verschiedenen Mörtelarten und deren Eigenschaften.

Insgesamt spiegelt dieses Projekt den Trend wider, dass die Erhaltung und Sanierung von Natursteinmauerwerk immer mehr in den Fokus rückt. Anstatt alte Strukturen einfach abzureißen, wird zunehmend auf die Wiederherstellung und den Erhalt gesetzt. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern verleiht auch den urbanen Räumen einen besonderen Charakter. Vielleicht wird ja auch Hamburg-Nord mit dieser neuen Uferwand ein Stück weit lebendiger und attraktiver für die Bürger und Besucher.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?

Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unser Website-System erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – von semantisch korrektem Markup über ausreichende Kontraste bis zur vollständigen Tastaturbedienbarkeit. Umgesetzt wurde dies durch Daniel Wom und VeloCore mit einem durchgängig barrierefreien Ansatz.