Heute ist der 6.06.2026 und die Stadt Hamburg steht nach einem tragischen Vorfall, der sich in Altona ereignete, unter Schock. Ein Wolf hat Ende März eine Frau verletzt, was zu einer intensiven Diskussion über das Zusammenleben von Mensch und Tier in urbanen Räumen geführt hat. Nach einem aufregenden, aber auch besorgniserregenden Verlauf scheinen sich die Ereignisse nun in eine düstere Richtung zu bewegen.
Die Hamburger Umweltbehörde geht mittlerweile davon aus, dass der Wolf, der die Frau gebissen hat, wahrscheinlich tot ist. Fachleute vermuten, dass das junge Tier erschossen und sein Peilsender zerstört wurde. Der Vorfall, der bereits als historisch bezeichnet wurde, markiert den ersten Angriff eines Wolfs auf einen Menschen in Deutschland seit der Wiederansiedlung dieser Tiere im Jahr 1998. Der Wolf war nach dem Vorfall zunächst in eine Wildtierauffangstation in Niedersachsen gebracht worden, doch die genauen Umstände seines Verbleibs sind unklar. Nach seiner Freilassung am Ostersonntag, als er mit einem Sender ausgestattet wurde, brach der Kontakt zu ihm abrupt ab. Bis Ende Mai lagen noch Informationen des Senders vor, dann war Funkstille. Beim letzten Signal war der Wolf 160 Kilometer entfernt in Damme. Ein Defekt des Senders oder der Verlust des Halsbandes scheint aber unwahrscheinlich zu sein.
Der Vorfall in Altona
Was war passiert? Der Wolf, der zunächst am westlichen Stadtrand von Hamburg gesichtet wurde, geriet in eine Einkaufspassage im Stadtteil Altona. Er konnte nicht durch die gläsernen Automatiktüren entkommen, was die Situation für ihn, aber auch für die umstehenden Menschen, äußerst angespannt machte. Eine Frau näherte sich dem Tier, um zu helfen, und wurde dabei gebissen. Sie musste ambulant behandelt werden, konnte das Krankenhaus später aber glücklicherweise wieder verlassen. Umweltsenatorin Katharina Fegebank bezeichnete den Vorfall als historische Ausnahmesituation. Sie vermutet, dass der Wolf aus Angst und Verwirrung agierte.
Nach dem Biss bewegte sich der Wolf über anderthalb Tage „arttypisch“ und „vorsichtig“ durch die Umgebung, war allerdings menschenscheu. Er schien auf der Suche nach einem neuen Revier zu sein und hatte in der Stadt die Orientierung verloren. Die Behörden in Hamburg und Niedersachsen werten die Situation weiterhin aus, während Sichtungen eines anderen Wolfes in Tötensen und Neu Wulmsdorf die Ängste der Menschen nicht mindern konnten. Diese Tiere sind jedoch nicht identisch mit dem Wolf aus Altona, was durch Unterschiede in Fellfarbe und -zeichnung belegt ist.
Zukunft des Wolfs
Die Diskussion um das Schicksal des Wölfe ist noch nicht abgeschlossen. Neben der Tötung des Tieres wurden, wie berichtet, auch die Optionen einer dauerhaften Unterbringung oder einer Freilassung diskutiert. Der Wolf wurde ursprünglich im Wildpark Klövensteen im Westen Hamburgs untergebracht und medizinisch versorgt. Doch die Frage bleibt, ob ein Wolf, der so nah an die Menschen herankommt, wirklich wieder in die Freiheit entlassen werden kann.
Die Behörden haben versichert, dass der Wolf jederzeit ortbar sein sollte, doch die Tatsache, dass der Kontakt abbrach und weder das Tier noch das Halsband bei der anschließenden Suchaktion gefunden werden konnten, lässt die Möglichkeit eines tragischen Endes nicht nur in den Gedanken der Menschen, sondern auch in der Natur selbst aufkommen. Es bleibt abzuwarten, was die weitere Auswertung der Situation durch die zuständigen Behörden ergeben wird.
