Am Sonntagabend, den 10. Mai 2026, kam es zu einem dramatischen Vorfall im Tunnel der A66 bei Neuhof, der viele Autofahrer in Aufregung versetzte. Um 16:45 Uhr wurde ein Brand in einem Pkw gemeldet. Betroffen war ein Seat Ibiza aus Aschaffenburg, in dem zwei Personen saßen, die aufgrund der Rauchentwicklung leichte Verletzungen durch Rauchgasvergiftung erlitten. Beide wurden umgehend ins Krankenhaus gebracht. Glücklicherweise war die Situation nicht schlimmer, da die Insassen von etwa 30 Autos und einem Reisebus mit rund 30 Fahrgästen rechtzeitig über Notausgänge evakuiert werden konnten.
Insgesamt wurden etwa 90 Personen aus dem Tunnel gebracht. Alle anderen, bis auf die beiden Insassen des betroffenen Fahrzeugs, blieben unverletzt und wurden vorsorglich medizinisch untersucht. Die Tunnelleitzentrale reagierte schnell und sperrte beide Tunnelröhren, um weitere Risiken zu vermeiden. Der Einsatz der Rettungskräfte war umfassend: Ein Rettungshubschrauber, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren vor Ort, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um den Brand zu löschen und die Sicherheit wiederherzustellen.
Brandursache und Folgen
Die genaue Brandursache ist bislang unklar. Die Polizei vermutet jedoch einen technischen Defekt als möglichen Auslöser. Der Sachschaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt. Die Nordröhre des Tunnels konnte um 18:50 Uhr wieder freigegeben werden, während die Südröhre zunächst gesperrt blieb. Abschleppmaßnahmen wurden durchgeführt, und es wurde erwartet, dass diese gegen 20 Uhr zumindest einspurig und mit reduzierter Geschwindigkeit wieder befahrbar sein würde.
In solchen Situationen wird deutlich, wie wichtig es ist, die Verhaltensregeln für die sichere Fahrt durch Tunnel zu kennen. Die Autobahn GmbH des Bundes weist darauf hin, dass Autofahrer in Tunneln das Abblendlicht einschalten und die Verkehrsfunkdurchsagen aktivieren sollten. Zudem ist es essenziell, die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die Abstandsregel zu beachten. Im Falle eines Staus sollte die Warnblinkanlage eingeschaltet und eine Rettungsgasse gebildet werden. Die Lage der Sicherheitseinrichtungen ist ebenfalls entscheidend – Notausgänge und Notrufstationen sollten immer im Blick sein.
Besonders in einem Tunnel, wo die Luft schnell stickig werden kann, ist es wichtig, die Fenster geschlossen zu halten und die Lüftung auf Umluft zu stellen. Sollte es zu einem Unfall oder einer Rauchentwicklung kommen, ist schnelles Handeln gefragt. Die allgemeine Empfehlung lautet: Tunnel so schnell wie möglich über den nächstgelegenen Notausgang verlassen. Dazu stehen in den Notrufstationen Feuerlöscher bereit, die im Anfangsstadium eines Brandes eingesetzt werden können.
Die Ereignisse am Sonntagabend haben uns einmal mehr vor Augen geführt, wie schnell es zu gefährlichen Situationen kommen kann. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren und die Sicherheitsvorkehrungen in Tunneln weiter verbessert werden. Für die betroffenen Personen und ihre Angehörigen wünschen wir eine rasche Genesung und alles Gute!
Weitere Informationen zur Sicherheit in Straßentunneln sind auf der Webseite der Autobahn GmbH des Bundes zu finden: www.mehrachtung.de/tunnel.
