Am Samstagabend, dem 4. Juli, erlebten Literaturfreunde in Fulda einen ganz besonderen Abend. Tim Bergmann, bekannt aus der ZDF-Krimireihe als Kommissar Oliver von Bodenstein, las beim StadtLesen aus „Das glückliche Leben“ von David Foenkinos und „Monster“ von Nele Neuhaus. Der Borgiasplatz, der für diese Lesung in eine gemütliche „Bibliothek unter freiem Himmel“ verwandelt wurde, war gut besucht – Stühle, Sitzkissen und sogar Hängematten sorgten für eine entspannte Atmosphäre.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Fuldaer Lesefestivals StadtLesen statt, das bereits am Donnerstag begonnen hatte. Bergmann, der seine Rückkehr nach Fulda nach der Corona-Pandemie feierte, bezeichnete die Lesung als Premiere. Besonders spannend war die Lesung aus dem französischen Roman „Das glückliche Leben“, in dem der Protagonist Éric Kherson an seiner eigenen inszenierten Beerdigung teilnimmt. Danach wechselte Bergmann zu Nele Neuhaus‘ Krimi „Monster“, in dem er erneut die Rolle des Oliver von Bodenstein übernehmen wird, wenn das Buch verfilmt wird.

Ein gemütliches Freiluft-Wohnzimmer

Der Borgiasplatz war wirklich einladend gestaltet. Edi Leib vom City Marketing beschrieb ihn als gemütliches Lesewohnzimmer für Geschichten und Bücher. Besucher genossen die besondere Atmosphäre des Sommerabends, umgeben von Palmen und offenen Bücherschränken. Diese Art der Präsentation, die StadtLesen bietet, ist nicht nur ein Genuss für die Augen, sondern macht auch Lust auf mehr: In den Tagen zuvor gab es bereits Lesungen von Shaggy Schwarz und Dirk Hardegen. Es scheint, als ob das Festival, das seit 2000 in verschiedenen Städten stattfindet, auch dieses Jahr wieder viele Menschen begeistert hat.

Für Fulda ist es bereits das dritte Mal, dass die Stadt als Standort für StadtLesen ausgewählt wurde. Jährlich bewerben sich etwa 350 Städte für das Veranstaltungsformat, und nur etwa 30 werden ausgewählt. In diesem Jahr waren es sogar nur fünf Städte, was die Bedeutung von Fulda als Literaturstandort unterstreicht.

Literatur und Kultur im Freien

Die Initiative StadtLesen stammt von Sebastian Mettler aus Salzburg und hat das Ziel, Literatur unter freiem Himmel zu fördern. Ein schöner Gedanke, oder? Diese Art von Veranstaltungen bringt Kultur zu den Menschen und macht sie zugänglich. Der „Familienlesetag“ am Sonntag, dem 5. Juli, rundet das Festival ab. Hier werden Cordula Widmann und Andreas Goldberg Kinderbücher präsentieren – ein wunderbares Angebot für die jüngeren Literaturfans.

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Literaturfestivals wie StadtLesen sind Teil einer breiteren Bewegung, die sich für die Entdeckung von deutschsprachiger und internationaler Gegenwartsliteratur stark macht. In diesem Kontext sind auch das poesiefestival berlin und das internationale literaturfestival berlin zu erwähnen, die als einige der größten Veranstaltungen ihrer Art weltweit gelten. Sie zeigen, wie wichtig solche Plattformen für die Förderung von Literatur und die Unterstützung von Autorinnen und Autoren sind.

Die Lesung von Tim Bergmann wird sicherlich vielen in Erinnerung bleiben. Es war eine gelungene Veranstaltung, die nicht nur die Liebe zur Literatur feierte, sondern auch die Gemeinschaft und den Austausch zwischen den Menschen förderte. Wer hätte gedacht, dass Literatur so lebendig und nahbar sein kann? Der Borgiasplatz hat an diesem Abend bewiesen, dass Geschichten nicht nur in Büchern leben, sondern auch in den Herzen und Köpfen der Menschen.

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